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In diesem Sommer soll es wieder Festivals geben. Das wünscht sich Johannes Teller; er organisiert das Festival SNNTG. Ideen zur Umsetzung gibt es: Die sollen in Corona-Verordnungen einfließen. Es braucht ein Signal, findet der Veranstalter.

Noch ist Johannes Teller optimistisch, dass Ende Juli 2021 das SNNTG stattfinden kann. Das findet jedes Jahr in Hannover statt, eigentlich immer am letzten Juliwochenende. Pro Tag kommen rund 3.000 Besucherinnen und Besucher. Doch dann kam die Corona-Pandemie und im Sommer 2020 fiel auch das SNNTG aus.

"Wir wollen sehr gerne, dass im Sommer wieder Festivals stattfinden können."
Johannes Teller, Organisator des Festivals SNNTG

Zurzeit ist die Situation wieder unübersichtlich: Die Infektionszahlen steigen und manche sehen Deutschland bereits mitten in der dritten Welle. "Wir sind jetzt an dem Punkt, dass sich, glaube ich, die Stimmungslagen akut schnell verändern", sagt Johannes Teller. Das gelte nicht allein für ihn, sondern auch für andere Festival-Teams. Johannes Teller ist nämlich auch Sprecher der Arbeitsgruppe niedersächsischer Open-Air-Festivals.

Konzepte für Festivals in der Pandemie

Die Auszeit durch Corona habe man genutzt, um neue Konzepte zu überlegen. "Da sind wir sehr weit", sagt Johannes Teller. "Es gibt auch viele Studien und Best-Pratice-Beispiele, die zeigen, dass es eine gute Durchführbarkeit gibt – mit gewissen Maßnahmen." Die umfassen:

  • Schnelltests
  • Masken
  • Abstandsregeln
  • mehr Desinfektionsmittel
  • mehr Hygienemaßnahmen

Johannes Teller ist klar, dass das alles keine neuen Erfindungen sind. Aber klar ist auch: "Es geht nicht um die Neuerfindung des Mondes, sondern um Dinge, die einfach funktionieren."

"Wir sind überzeugt davon, dass wir sehr sichere Kulturveranstaltungen durchführen können, wenn es die Infektionslage in einem gewissen Rahmen zulässt."
Johannes Teller, Organisator des Festivals SNNTG

Die Maßnahmen lassen sich unterschiedlich kombinieren und anpassen. Zum Beispiel ist es denkbar, dass in Bereichen, in denen Schnelltests gelten, die Festivalbesucher und -besucherinnen keine Maske tragen müssen.

In Berlin hat im Sommer 2020 ein Pilotprojekt gezeigt, dass das Publikum bereit ist, die Maßnahmen zu akzeptieren und umzusetzen, sagt Johannes Teller. Auch wenn Alkohol getrunken wird.

Praxisnahe Umsetzungen sind gefragt

Außerdem sei es schon immer der Job von Festival-Teams gewesen, Großveranstaltungen durchzuführen und Menschenmengen sicher zu organisieren. "Wir als Veranstalter und Veranstalterinnen haben das gelernt", sagt Johannes Teller.

Es gäbe viel Anerkennung aus der Politik, dass sich der Kulturbereich tapfer in der Krise schlägt. Aber das alleine reicht nicht aus. Die Konzepte und Maßnahmen, die sich als sinnvoll und gut erwiesen haben, sollen deshalb in neue Corona-Verordnungen einfließen. Damit praxistaugliche Umsetzungen möglich sind.

"Wir wollen nicht nur Anerkennung erhalten, sondern es geht darum, dass wir mit unseren Konzepten berücksichtigt werden."
Johannes Teller, Organisator des Festivals SNNTG

"Aber alle hängen gerade zwischen den Seilen und warten auf Signale, dass es weitergehen kann", sagt Johannes Teller. Obwohl klar ist: Wenn es im Sommer 2021 mehr als Streaming-Events im Kulturbereich geben soll, dann bieten sich Open-Air-Veranstaltungen an. "Das heißt aber auch: Man muss jetzt diesen Zweig stärken", sagt Johannes Teller.