Seit 1993 bringt der Spielehersteller Electronic Arts (EA) die FIFA-Spielereihe auf den Markt. Ein Spiel, das sich in Deutschland ohne Probleme über eine Millionen Mal verkauft. Dabei bleibt das Spiel im Prinzip immer dasselbe: Fußball auf der Konsole.

Dass FIFA trotzdem spannend bleibt, dafür sorgen nicht nur Spielerwechsel zu anderen Vereinen oder ganz neue Spieler. Auch an den Fähigkeiten der einzelnen Spieler wird von Saison zu Saison geschraubt. So ist zum Beispiel Marco Reus von Borussia Dortmund in FIFA 18 abgewertet worden. Michael Müller-Möhring, Datenbankchef bei EA und zuständig für die Spielerwerte, begründet das so: "Naja, Reus hat halt keine besondere Saison gespielt."

Aber auch im Spiel selbst gibt es Neuerungen. So werden bei FIFA 18 zum Beispiel Flanken wichtiger - und die Spieler haben eine Trägheit bekommen. Das heißt: Für einen Richtungswechsel benötigen die digitalen Kicker mehr Zeit. Das verändert das Spiel deutlich und stellt auch Profi-Gamer immer wieder vor Herausforderungen.

"Das ist für den E-Sportler natürlich manchmal etwas stressig, sich einen Abend vorher eine neue Strategie auszudenken, weil die Spieler sich anders verhalten, das gehört dann eben dazu."
Joshua Begehr, Manager des Fifa-E-Sport-Team bei Schalke 04

Trotzdem begrüßen die E-Sportler solche Veränderungen natürlich, sagt Joshua Begehr, Manager des Fifa-E-Sport-Teams bei Schalke 04. Weil die E-Sportler ihre Skills unter Beweis stellen können, also die Fähigkeit, sich schnell auf Veränderungen einzustellen.

Kampf um digitale Fußballrechte

Aber auch, wenn FIFA Marktführer bei den Fußball-Games ist, mit Pro Evolution Soccer von Konami gibt es einen starken Konkurrenten. Die beiden Hersteller liefern sich einen harten Kampf um die wichtigsten Fußballrechte und handeln exklusive Verträge mit Ligen, Vereinen und sogar einzelnen Spielern aus.

"Bayern München gibt’s eben nur in Fifa, dafür hat Pro Evo besondere Vereinbarungen mit Dortmund, Schalke und RB Leipzig."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk Nova Games-Reporter

Das heißt: Manche Vereine, manche Stadien und manche Spieler gibt es dann nur in einem der beiden Fußball-Games. Manchester United zum Beispiel gibt es in Pro Evolution nicht, da heißt der Verein dann "Man Red". Dafür hat sich Pro Evolution die kompletten Champions League Rechte gesichert - das kann man dann bei FIFA nicht spielen.

"Für Fußballfans ist das also ziemlich blöd: Egal welches Spiel sie spielen wollen, die kompletten Ligen mit allem Drum und Dran und allen echten Namen bekommen sie nirgendwo."
Thomas Ruscher, Deutschlandfunk Nova Games-Reporter