Klassische Situationen sind etwa großer Hunger, wenig Zeit oder Traurigkeit: Dann essen wir viel. Meist schnell, gerne ungesund. Nicht selten wollen wir das aber gar nicht. Mit ein bisschen mehr Achtsamkeit beim Essen könnten wir solche Attacken verhindern. Und zugleich auf unser Nachhaltigkeitskonto einzahlen.

Ja, ja, ja! "Kau jeden Bissen 30-mal, bevor du ihn runterschluckst!" Das haben wir schon oft gehört, aber wir machen es trotzdem nicht. Wenn wir Hunger haben, wird geschaufelt. Kekse, Pizza oder Gummibärchen, manchmal landen große Mengen davon in unseren Körpern, ohne dass wir gemerkt haben, wie das eigentlich passiert ist.

Wer achtsam isst, braucht weniger

Diese Woche geht es in "Achtsam" ums Essen; um achtsames Essen. Psychologin Main Huong und Diane sprechen natürlich darüber, dass viel Kauen wichtig ist – aber nicht nur!

"Man schmeißt auch nicht mehr so viel Essen weg, wenn man achtsamer isst und merkt, man braucht nicht so viel. Ich nehme mir nur so viel, wie ich brauche, das ist ja auch bewusstes Essen."
Main Huong Nguyen

Achtsamkeit und Nachhaltigkeit gehen eigentlich auch immer zusammen. Wer achtsam isst, braucht weniger und isst deswegen auch einfach weniger. Man kann also, wenn man will, damit auch ein bisschen an Gewicht abnehmen. Und trotzdem Süßigkeiten essen.

Notfallplan für schlechte Gefühle

Außerdem gehts um emotionales Essen: Eis und Chips sind oftmals Trost, wenn es uns schlecht geht. Wer dem entgegen wirken will, braucht einen achtsamen Notfallplan, der greift, wenn die schlechten Gefühle kommen. Diane Hielscher vergleicht es mit Firmen. Da gebe es auch Notfallpläne, Notrufnummern und Notausgänge. Aber für uns selbst, wenn es uns mal schlecht geht, haben wir so etwas nicht.

"Man überlegt sich nie, was mache ich eigentlich, wenn es mir schlecht geht? Stattdessen greift man zum Eis oder zur Chipstüte, anstatt womöglich seinen Notfallplan raus zu holen und zu gucken, was da alles drauf steht."
Diane Hielscher

Achtsam gibts überall wo es Podcaststs gibt und in der Dlf Audiothek.