Wer bei der Fußball-WM nicht nur über Fußball, die tollsten Tore oder fiesesten Fouls spricht, sondern über enge Trikots oder Haarschnitte wird skeptisch angeguckt. Meist sind es ja die Frauen, die auf solche "Nebensächlichkeiten" achten, denen sofort die neue Frisur des brasilianischen Stürmers Neymar zum Spiel gegen Mexiko auffällt.

Friseurmeisterin Catrin Ganster weiß allerdings, dass die Männer nicht nur die Balltechnik genau analysieren, sondern durchaus auf die Frisur des Spielers. Denn zu ihr kommen die Männer mit Bildern der Spieler, deren Haarpracht sie am besten finden. Und dann heißt es: So eine Frisur will ich auch haben.

Auf die Technik kommt es an

Erstaunlicherweise stehen die deutschen Männer aber gar nicht auf so exotische Haarschnitte oder ausgefallenes Styling. Die meisten wünschen sich die Frisur des "Jungen von nebenan" - Thomas Müller, sagt Catrin Ganster.

Als Friseurmeisterin schneidet sie die internationalen Frisurenmoden aus dem Effeff - wie die des ghanaischen Spielers John Boye. Er trägt eine Frisur, die in den Afrolook geht. Die afrikanischen Spieler haben meist das Problem, dass sie durch ihre Haarstruktur bei den Frisurenvarianten stark eingeschränkt sind.

"Sobald das Haar schütter wird, dünner wird, ist es für die Männer ein No-Go zu sagen, es werden dünne Haare getragen."
Catrin Ganster, Friseurmeisterin

Wenig windschnittig und bei starkem Regen eine ungeheure Belastung müssen dagegen die Dreads von Kyle Beckerman sein. Tim Howard, Beckermans Teamkollege und Torwart der US-Mannschaft, trägt dagegen die Anti-Frisur: Glatze mit Vollbart.

"Ich finde, sehr modisch und sehr stilbewusst und stilsicher sind für mich Sami Khedira und Özil."
Catrin Ganster, Friseurmeisterin

Besonders genau schauen wir natürlich auf das Haarstyling der deutschen Spieler, die allerdings weniger durch abgefahrene Frisuren auffallen. Doch wie Catrin Ganster feststellt, muss es nicht immer außergewöhnlich sein, dafür aber zur Persönlichkeit passen.