Im Roadmovie "303" haben Studentin Jule (Mala Emde) und Tramper Jan (Anton Spieker) viel Zeit zum Reden. Wir treffen die beiden in genau dem Wohnmobil, mit dem sie im Film durch Europa gecruist sind. Außerdem in "Eine Stunde Film": Sacha Baron Cohen ist zurück und Mamma Mia geht in die zweite Runde.

"303" ist der Roadmovie des Sommers. Er handelt von zwei Menschen mit völlig unterschiedlicher Lebenseinstellung: Da ist Jule (Mala Emde), die mit ihrem Mercedes Camper (Typ 303) nach Portugal zu ihrem Freund reisen will. Und da ist Jan (Anton Spieker), den sie unterwegs aufgabelt.

Auf dem Weg durch Europa diskutieren sie unentwegt und fangen an, ihre jeweils vorgefertigten Meinungen über vieles infrage zu stellen. "Ähnlichkeiten zu Richard Linklaters Dialog-gewaltiger Trilogie 'Before Sunrise / Sunset / Midnight' sind absolut nicht von der Hand zu weisen", sagt unser Filmexperte Tom Westerholt. Und doch habe der Film etwas völlig Eigenständiges - und zwei großartige Hauptdarsteller.

"Dieses Gefährt ist sieben, acht Meter lang. Ich hatte meinen Führerschein zwei Monate! Und dann ist da so ein Regisseur, der fuchtelt hinter dir rum und sagt "wenden! wenden!" - und du bist gerade mitten auf so einer Serpentinenstraße."
Mala Emde über die Dreharbeiten mit dem 40 Jahre alten Wohnmobil
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Sacha Baron Cohen ist zurück

Wir kennen ihn als "Ali G.", "Borat" oder "Brüno" - als Schauspieler, der sich gerne in Verkleidung in die Untiefen der amerikanischen Kultur begibt. Jetzt kommt Cohen mit dem vielleicht gewaltigsten Paukenschlag seiner Karriere zurück: Als angeblich israelischer Sicherheitsberater wirbt er in "Who Is America" bei amerikanischen Politikern um Waffenprogramme für Kindergarten-Kinder - und bekommt breite Unterstützung.

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​"Die ersten 10 Minuten, die der US Sender Showtime von 'Who Is America?' ins Netz gestellt hat, lassen einem das Blut in den Adern gefrieren."
Tom Westerholt, Filmjournalist

"Who Is America?" tut weh, meint unser Filmjournalist Tom Westerholt: Wieder mal bis zur Unkenntlichkeit geschminkt, geht Sacha Baron Cohen darin auf Unterstützungstour für ein angeblich israelisches Waffenprogramm - bei dem Vorschulkinder auf Handfeuerwaffen trainiert werden sollen. So übertrieben absurd dieses angebliche Programm auch klingt: In den USA bekommt Cohen scheinbar mühelos jede Menge hochrangige Politiker, US-Senatoren und Kongressabgeordnete dazu, dieses Kinder-Waffen-Programm bereitwillig zu unterstützen.

Außerdem in Eine Stunde Film:

Anna Wollner hat die Stars der Musicalfilm-Fortsetzung "Mamma Mia 2" getroffen und wird versuchen, uns Gründe zu nennen, warum wir eventuell möglicherweise doch in diesen Film gehen könnten.