Das Cologne Race-Bunch-Team geht einem ungewöhnlichen Sport nach: First-Person-View-Racing ist ein Drohnenwettrennen, bei dem die Piloten nicht die Drohnen im Blick, sondern eine Videobrille auf der Nase haben.

Mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde donnert die Drohne über eine Wiese. Aufgestellte Hürden und Baumreihen gilt es dabei, zu umfliegen. DRadio-Wissen-Reporter Felix Schledde durfte den Spass nur durch die Videobrille verfolgen. Denn eine Drohne bei der Geschwindigkeit in der Luft zu halten, ist nicht ohne.

Eine Racingdrohne kostet mindestens 500 Euro

"Ein Copter besteht aus vier Motoren, die den Schub liefern. Dann gibt es die Fernbedienung, mit der das ganze Ding gesteuert wird. Und dann kommen die Brillen“, erklärt Florian Eyring. Er ist Mitglied des Cologne-Race-Bunch. Regelmäßig trifft sich das Team zum gemeinsamen Fliegen.

Die Copter sind schnell gegen den nächsten Baum gesetzt. Da braucht es manchmal eine hohe Frustrationsgrenze. Immerhin kann eine vernünftige Drohne 500 Euro und mehr kosten. Lust an Technik und am Tüfteln ist deshalb eine Mindestvoraussetzung. Denn die Propeller gehen ständig kaputt. Und es gibt schwerere Crashs: "Dann ist das Ding halt komplett zerfleddert", so Florian Eyring.

"Immer wieder schlägt der kleine Racingcopter blitzschnelle Haken und macht Loopings und mir bleibt nichts anderes übrig, als staunend zuzugucken. Denn durch die Copterkamera sehe ich alles aus der Vogelperspektive."
DRadio-Wissen-Reporter Felix Schledde

Das Cologne-Race-Bunch-Team gibt es seit Mai 2016 und bundesweit werden es immer mehr Teams. Wer sich für diesen Sport interessiert, sollte nicht nur bereit sein eine Menge Geld in die Hand zu nehmen, sondern auch bald loslegen: Die benötigten Reflexe werden mit zunehmendem Alter nämlich nicht besser.

Copterracing
© Schledde | DRadio Wissen
Teammitglieder des Cologne-Race-Bunch bei der Reparatur