Seit Juli ist es in Russland vorbei mit Schimpfkanonaden und Flüchen – zumindest in den Medien und in Film. Ein neues Gesetz verbietet die öffentliche Verbreitung derber und obszöner Flüche. Die betroffenen Schimpfwörter sollen regelmäßig durch eine "unabhängige Prüfung" festgelegt werden.

Ausgerechnet in Russland, dem Mutterland der Flüche, sind neuerdings Schimpfwörter in den Medien, der Kunst und im Film verboten. Für die öffentliche Verbreitung derber Flüche werden bis zu 50.000 Rubel Strafgebühr fällig - umgerechnet rund 1065 Euro. Im Wiederholungsfall droht ein vorübergehendes Berufsverbot. Das umstrittene Gesetz trat im Juli in Kraft. Welche Wörter und Ausdrücke zu derbe und welche akzeptabel sind, soll durch eine "unabhängige Prüfung" regelmäßig festgelegt werden.