Bis zu 1000 Menschen kann die Flüchtlingsunterkunft von Daniel Schrick aufnehmen. Für ihn gibt es zwar keinen Tag wie den anderen, doch laufe inzwischen alles ganz gut. Und er freut sich zu sehen, wie dankbar alle sind.

Für Daniel Schrick war es ein besonders Jahr. Er ist 28, hat einen Abschluss in BWL und wurde Leiter einer Flüchtlingsunterkunft in Münster, die bis zu 1000 Menschen aufnehmen kann. Flüchtlinge werden hier auch registriert, ärztlich untersucht und geimpft. Kürzlich war es etwas ruhiger - in der Unterkunft lebten 400 Flüchtlinge. Die anderen Plätze sollten freigehalten werden, damit viele Flüchtlinge über die Feiertage an einem Ort aufgenommen werden können.

Daniel sagt, dass ihn nichts mehr wirklich frusten könne. Erstens hat er inzwischen viel erlebt in der Flüchtlingsunterkunft, zweitens laufe alles auch ziemlich gut. Die Registrierung ist manchmal noch nicht optimal oder Busse kommen zu spät an. Insgesamt nichts, was ihn aus der Bahn wirft. Schlägereien hat es in Daniels Unterkunft noch nicht gegeben.

Erschöpfung nach der Flucht

Und auf der anderen Seite sei da sowieso die große Freude, wenn er sehe, wie nett die Menschen sind, die bei ihm ankommen. Er sehe jeden Tag, wie dankbar sie sind und wie integrations- und arbeitswillig sie sind. Manche müssten sich nach den Strapazen der Flucht aber auch erstmal ausruhen.

Das inzwischen polarisierende "Wir schaffen das" der Bundeskanzlerin kann Daniel Schrick bestätigen: "Ich bin sehr zuversichtlich."