In Paris zahlen Mieter schon einmal 40 Euro pro Quadratmeter - und zwar nicht für eine Luxuswohnung. Präsident Macron will, dass die Mieten sinken: mit einem Angebotsschock.

In München oder auch Frankfurt am Main sind die Mieten ja schon hoch. Aber mehr geht immer: In Paris liegen die Mieten im Durchschnitt bei 25 Euro pro Quadratmeter, in München sind es 17 Euro. 

Gefragt sind kleinere Wohnungen

Auch in Paris sind vor allem kleinere und mittlere Wohnungen gesucht, damit die Miete bezahlbar bliebt. Aber das führt dazu, dass bei solchen Wohnungen der Quadratmeterpreis schon einmal bei 40 Euro liegen kann.

Deshalb will die Regierung vor allem bei den Mieten für die kleineren und mittelgroßen Wohnungen etwas ändern. Auch aus eigenem Interesse. Denn die Regierung gibt jährlich 40 Milliarden Euro Wohngeld aus.

Präsident Emmanuel Macron glaubt, dass der Staat damit letztlich die Vermieter subventioniert. Denn die Mieten steigen, und die Mieter reichen das Wohngeld quasi direkt weiter.

Lösung: Den Markt mit Wohnungen fluten

Deshalb schlägt Macron einen sogenannten Angebotsschock vor. Es sollen viele neue Wohnungen entstehen: Zunächst 50.000 für die Bedürftigsten. In der Folge dann 10.000 weitere pro Jahr. Damit soll der Mietmarkt entlastet werden - und die Regierung will langfristig das Wohngeld runterfahren.

Die Schwierigkeit für Macrons Plan könnte sein, dass sich nur wenig private Investoren finden lassen. Denn, wenn sich der Mietmarkt tatsächlich entspannt und die Mieten sinken, ist mit Wohneigentum weniger Geld zu verdienen. Das zeigt sich auch am Beispiel Deutschland: Hier investieren gerade viele Großinvestoren oder auch Rentenfonds mit dem klaren Ziel, Geld zu verdienen.