• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google

Über verwirrte Menschen, die zu gut sind für diese Welt, lacht man eigentlich nicht. Auch nicht über Menschen, die sich das Leben nehmen wollen. Doch man kann. Man kann sich mit dem all den schwerwiegenden Problemen des Lebens beschäftigen und gleichzeitig lachen - das zeigt "Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke. Das perfekte Buch für den Moment, wo dir klar wird: Du bist ein wandelndes Problem.

Hendrikje Schmidt macht alles falsch. Wirklich alles! Man will sie schütteln, mit kaltem Wasser abduschen und durch die Wüste jagen. Damit diese Frau endlich aufwacht und erkennt, dass es nicht gut ist, ständig alles zu erklären und sich selbst entschuldigen zu wollen.

Sie ist Künstlerin und ein wandelndes Problem. Letzteres bringt sie schließlich sogar ins Gefängnis. Dort erzählt sie einer Psychologin chronologisch und detailliert, wie das war, bis jetzt, in ihrem Leben. Und das ist eine ganze Menge: Hendrikje glaubt, eineinhalb Menschen getötet zu haben.

Eine Biografie einer Verwirrten

Ihre geliebte Oma stirbt am Heiligen Abend und das obdachlose Mädchen, das Hendrikje begegnet, braucht unbedingt einen Unterschlupf. Doch dann brennt ihr Atelier ab und die Polizei steht vor der Tür. Derweil ist ihr Freund Ernst im Skiurlaub - und zwar mit ihrer besten Freundin Sophie.

"Hendrikje, vorübergehend erschossen" von Ulrike Purschke ist die Biografie einer Verwirrten. Dabei ist Hendrikje so liebens- und bedauernswert, dass mit jedem Schicksalsschlag die Sympathie für dieses Geschöpf wächst. Aber Hendrikje will nicht mehr - sie entscheidet sich für den Tod. Doch auch das funktioniert nicht. Nun sollen Ernst und Sophie helfen, doch auch das geht alles total schief.