Langes Wochenende und einfach raus aus dem Alltag – ist das tatsächlich erholsam? Ja, sagt Arbeitspsychologin Carmen Binnewies – unter bestimmten Voraussetzungen.

Ein Wochenende kann schon ausreichen, um uns zu erholen, sagt Carmen Binnewies. Sie ist Professorin für Arbeitspsychologie an der Uni Münster und beruft sich auf Studien, die zeigen, dass bereits nach einer kurzen Auszeit vom Alltag eine Erholung eintritt.

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Einige Menschen hätten zwar das Gefühl, dass sie mindestens eine Woche brauchen, um sich zu erholen. Aber Forschung zeige, so Carmen Binnewies, dass der Erholungseffekt nach einer Woche nicht unbedingt größer sei als nach einem Wochenende.

Stresshormon sinkt schon am Wochenende

Untersucht wurde in den von ihr zitierten Studien beispielsweise, was die Menschen über den Erholungswert berichten. Andere Untersuchungen analysieren Hormonwerte. Beispielsweise wird gemessen, wie viel Cortisol im Blut vorhanden ist. Das Hormon ist ein Indikator für Stress, erklärt Carmen Binnewies. Und das Stresshormon sinke schon am Wochenende.

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Wie diese Erholung sich einstellt, sei bei jedem Menschen ganz unterschiedlich. Carmen Binnewies bringt es auf die einfache Formel: "Das, womit ich zufrieden bin, ist für mich auch gut." Deshalb ließe sich auch nicht pauschal sagen, dass eine bestimmte Aktion für Menschen erholsam sei oder nicht.

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"Ein wichtiger Faktor für Erholung ist, den Kopf frei zu bekommen und nicht nur physisch nicht bei der Arbeit zu sein, sondern auch mental abzuschalten."
Carmen Binnewies, Professorin für Arbeitspsychologie an der Uni Münster

Es gibt demnach also nicht die eine Entspannungsformel. Für eine gute Erholung spreche aber, wenn wir uns auch mental frei vom Alltag und der Arbeit machen können.

"Entspannung ist eine spezifische Form von Erholung. Das verbinden wir auch damit, körperlich herunterzukommen. Erholung kann aber auch eine aktive Form haben."
Carmen Binnewies, Professorin für Arbeitspsychologie an der Uni Münster

Erholung bedeute für manche Menschen, sich körperlich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Für andere tritt eine Erholung aber durch Aktivität ein, sagt die Arbeitspsychologin. Ein Ortswechsel kann dabei helfen, den Alltag zu vergessen, gleichzeitig kann das aber auch Anstrengung bedeuten.

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Für die Erholung sei es gleich, ob wir zu Hause bleiben oder wegfahren, sagt Carmen Binnewies. Zumindest hätten Studien keinen Unterschied feststellen können.

"Das Wegfahren ist nicht entscheidend für die Erholung. Entscheidend ist, dass ich die Zeit so verbringe, wie mir das gefällt."
Carmen Binnewies, Professorin für Arbeitspsychologie an der Uni Münster

Für eine gute Erholung sei vor allem wichtig, sagt Carmen Binnewies, dass wir dabei das tun, was uns gefällt. Ob wir dabei viel oder wenig unternehmen, sollte von unseren Vorlieben abhängen. Carmen Binnewies sagt, dass Studien sogar gezeigt hätten, dass Passivität und möglichst wenig Bewegung manchmal gar nicht zur Erholung führen. Stattdessen könne eine aktive Form, wie zum Beispiel etwas zu erkunden, für manche erholsam sein.