Der Bedarf ist anscheinend da. Über eine Million Mal wurde die Zyklus-App Clue heruntergeladen. Damit können Frauen ihre fruchtbaren Tage bestimmen. Hans Raffauf hat die App mitentwickelt.

Die Idee zur Zyklus-App hatte aber Ida, seine Frau. Sie wollte, dass die Familienplanung endlich auch im digitalen Zeitalter ankommt - am besten direkt auf dem Smartphone.

Die App "Clue" haben Hans, Ida und ein Team im Jahr 2013 entwickelt. Seitdem wurde die Gratis-App über eine Million Mal heruntergeladen. Für die Nutzung der App geben Frauen täglich (dauert nur 20 Sekunden, so Hans) persönliche Daten ein: Periode, letztes Mal Sex gehabt und so weiter.

Screenshot der Zyklus-App Clue. Zeigt anhand eines Kalenders den persönlichen Fruchtbarkeitszyklus.
© Clue
So sieht der App-Kalender aus. Bei Clue geben Frauen täglich persönliche Daten ein - siehe Icons oben (letzte Periode, Menstruationsschmerzen und so weiter). Errechnet wird dann, wenn man keinen Sex haben sollte oder eben gerade doch - je nach Planung.

Aber die App sei nicht dafür gedacht, Schwangerschaften ganz sicher zu vermeiden, sagt Hans. "Die Zyklen schwanken dafür zu stark. Und manche Frauen haben sehr unregelmäßige Zyklen." Doch auf Grund der Daten, die sie sammeln, können sie die App weiterentwickeln und den Fruchbarkeitszyklus immer besser verstehen.

"Sind das meine Hormonschwankungen oder bin ich das?"

Dem Clue-Team geht es auch darum, dass Frauen ihre eigene Gefühlslage besser verstehen. Frauen könnten mit der App ihre persönlichen emotionalen Schwankungen einschätzen.

Und demnächst soll es noch ein neues Feature geben. Damit können Frauen ihren Männer den Blick auf ihren Zyklus erlauben. Dann kann vielleicht auch der Mann besser verstehen.

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