Vom Knutsch-Selfie bei Sonnenuntergang bis zum Fitness-Couple: Viele Paare wollen der ganzen Welt zeigen, dass sie schwer verliebt sind. Aber ist das auch echt? Und warum tun sie das? Das klären wir in der Ab 21.

Lena und Kevin aus Stuttgart sind ein Paar, das andere Paare fotografiert. Viele Pärchen kommen zu den beiden, um die eigene Liebe zu verewigen. Das Ganze dokumentieren Lena und Kevin dann auf Instagram. Im Gespräch erklären sie uns, warum so private Fotos dann doch im Netz geteilt werden.

Lisa* aus Köln sieht das Konzept Pärchen eher locker. Sie glaubt, dass wir miteinander ins Kino oder ins Bett gehen können, ohne es gleich als Partnerschaft zu labeln. Obwohl sie selbst eine hat, will sich Lisa nicht über ihre Beziehung definieren und stattdessen ganz sie selbst bleiben. Sie sagt uns auch, warum sich manche von uns zwar wie Paare verhalten, sich eine Beziehung aber nicht eingestehen können.

"Ich glaube, dass das ganz oft eine Unsicherheit ist, wenn beide nicht wissen, ob sie auf demselben Weg sind."
Lisa, hat ein lockeres Verhältnis zu Beziehungen

Wir sind ein Paar, ganz Instagram soll es wissen

Ob händchenhaltend in der City oder küssend vor dem Sonnenuntergang - obwohl wir ganz genau wissen, dass es im echten Leben meist ganz anders aussieht, fallen wir oft auf Fotos von vermeintlichen Traumpaaren herein. Paar-Coach Eric Hegmann weiß, wieso uns so viele Beziehungen - von außen betrachtet - perfekt erscheinen. "Es ist eigentlich vor allem Projektionsfläche und nicht wirklich die Realität."

Wissenswertes zu Liebe und Partnerschaft

  • Apropos Druck: Wenn sich mit der Beziehung unser Lebensstil ändert, bedeutet das für viele von uns automatisch mehr Verantwortung. Nicht jeder kommt damit klar. Bindungsangst kann eine Folge sein.
  • Übrigens: Auch eine Partnerschaft kann laut Psychologen achtsam geführt werden. Dafür braucht es zum Beispiel Selbstliebe, Streitkultur und Anerkennung.
  • Für eine funktionierende Ehe hat der Mathematiker Christian Hesse sogar eine Formel parat: Wenn wir in der Ehe fünfmal etwas falsch machen, müssen wir fünfmal etwas richtig machen.
  • "In der Kindheit liegt der Schlüssel für die Lösung so mancher Beziehungsprobleme in der Gegenwart", sagt die Paartherapeutin Ursula Nuber. Rückführen lässt sich das laut der Expertin auf die engen Beziehungen und Bindungen, die uns als Kleinkind prägen. Schon in jungen Jahren lernen wir, ob wir unserem Umfeld mit positiven Erwartungen oder mit Ängsten begegnen.
  • Für eine gute Beziehung können wir auf fünf Punkte besonders achten: Dazu zählen das Sich-Einlassen und die gegenseitige Wertschätzung. Ebenso wichtig sind erfüllender Sex, Glück und Konfliktfähigkeit.

*Lisa heißt im echten Leben nicht Lisa. Auf ihren Wunsch hin haben wir ihren Namen geändert.

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Podcast zur Sendung
  • Ab 21
  • Moderatorin:  Shalin Rogall
  • Gesprächspartnerin:  Lena, fotografiert Paare
  • Gesprächspartner:  Kevin, fotografiert Paare
  • Gesprächspartnerin:  Lisa, hat ein lockeres Verhältnis zu Beziehungen
  • Gesprächspartner:  Eric Hegmann, Paartherapeut