Alle Fußballfans kennen es: das Freistoßspray. Der Schiedsrichter malt damit auf dem Rasen herum, damit Ball und Mauer bei einem Freistoß da bleiben, wo sie hingehören. Nach ein bis zwei Minuten sind die weißen Striche wieder verschwunden. Diese Art Rasierschaum soll ab Mitte Oktober auch in der Bundesliga genutzt werden. Doch der TÜV Rheinland hat das "9 15 Fairplay Limit" verboten.

Während der Fußball-WM wurde es schon eingesetzt. Das Freistoßspray "9 15 Fairplay Limit" aus Argentinien. Das Spray fanden viele sinnvoll, deshalb sollte es ab Mitte Oktober auch in der Bundesliga eingesetzt werden.

"In der Form in Deutschland und auch EU-weit nicht zulässig."
Ralf Diekmann, Sprecher des TÜV Rheinland

Vorab hat der TÜV Rheinland das Spray getestet - und verboten. Gleich aus mehreren Gründen. In dem Spray wurden Parabene gefunden, die Allergien auslösen und sich auf den Hormonhaushalt auswirken können.

Aber das war nicht der Hauptgrund für das Verbot. Es ging auch um Formfehler. Auf der Sprühdose fehlen Symbole und Warnungen. Zum Beispiel der Hinweis, dass das Spray Treibhausgas enthält, das leicht entflammbar ist. Außerdem sind die Hinweise, die es auf der Dose gibt, nicht in Deutsch.

Das Spray irritiere beim Freistoß

Der Deutsche Fußball-Bund war überrascht vom TÜV-Bericht. Man suche jetzt nach einer Alternative. Vermutlich wird das Freistoßspray später in der Bundesliga eingesetzt.

Früher oder später. Die Kritiker des Sprays konnten sich nicht durchsetzen. Manche Spieler finden, dass das Rumgemale unnötig das Spiel verzögere. Auch Mehmet Scholl, Fußball-Experte bei der ARD, hatte das Spray während der WM bemängelt. Denn beim Schuss könne einiges an Schaum mit durch die Gegend spritzen und den Schützen irritieren.