Die Macher des Weblogs Collinas Erben erklären strittige Schiedsrichter-Entscheidungen: das Elfmeterschießen zwischen Costa Rica und Griechenland. Und: Sandro Ricci, er pfeift das Spiel Deutschland gegen Algerien.

Sandro Ricci gilt als erfahrener Schiedsrichter. Seit sieben Jahren pfeift er in der ersten Liga Brasiliens und seit 2011 auch internationale Spiele. Geschätzt wird Sandro Ricci für sein gutes Spielverständnis, klare Körpersprache und hervorragende Übersicht, erklärt Klaas Reese vom Schiedsrichter-Podcast "Collinas Erben". Zumindest aus der Perspektive der Schiedsrichter muss nicht mit unangenehmen Überraschungen gerechnet werden.

Ausgeglichene Verhältnisse

Beim Achtelfinalspiel Griechenland gegen Costa Rica mussten die Griechen vor dem Elfmeterschießen einen Spieler aus der Mannschaft streichen, weil wegen einer Gelb-Roten Karte ein Costa Ricaner während des Spiels vom Platz gestellt wurde. Klaas Rees erklärt, dass die Spielerzahl beider Mannschaften ausgeglichen sein muss, bevor es ins Elfmeterschießen geht. Denn beim Strafstoß schießen beide Mannschaften so lange aufs Tor, bis es eine Entscheidung gibt. Theoretisch könnte also jeder Spieler eines Teams einen Elfmeter schießen.

Kein Nachteil durch Vorteil

Wäre die Entscheidung nach zehn Schüssen immer noch nicht gefallen, wäre bei den Griechen der elfte und mutmaßlich schwächste Spieler an der Reihe gewesen, während die Costa Ricaner ihren stärksten Spieler zum zweiten Mal auf den Platz geschickt hätten. Sie hätte also indirekt durch den Platzverweis einen Vorteil gehabt. Ein Prinzip der Fußball-Regeln ist aber, dass aus einem Vorteil kein Nachteil erwachsen darf - daher die Angleichung.

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