Kommt er noch, der Retter, der die Mannschaft eures Herzen zum Titel schießt oder vor dem Abstieg bewahrt? Jetzt hat das Zittern ein Ende. Das Transferfenster im Fußball ist geschlossen. Aber was soll das eigentlich?

Pünktlich um 18 Uhr am Stichtag, dem 1. Februar, endete die Winter-Transferperiode in der Fußball-Bundesliga. Ab jetzt müssen die Vereine also mehr oder weniger mit den Spielern auskommen, die sie unter Vertrag haben. Nichts geht mehr - und im Vergleich zu anderen Spielzeiten ging in der Wintertransferperiode dieses Jahr auch nicht viel.

Sportlertypen auf dem Transfermarkt

Die Vereine der Bundesliga, die auf dem Transfermarkt zugeschlagen haben, teilt Matthias Friebe aus der Sportredaktion dabei in drei Kategorien ein:

  • Vereine im Abstiegskampf. Die Angst geht um: Die Mannschaft ist nicht stark genug, der Verein muss sich verstärken. Und darum kauft zum Beispiel Hannover 96 zwei neue Stürmer.
  • Vereine mit Verletzungssorgen: Bei Bayern München gehen die Innenverteidiger aus, also wird kurzfristig Serdar Tasci von Spartak Moskau ausgeliehen.
  • Vereine, die junge Spieler verpflichten: Statt bis zum Sommer zu warten, wird ein Talent
    schon jetzt verpflichtet, damit es sich langsam an den Verein gewöhnen kann.
"Oft zeigt sich - die Wintertransferfenster halten nicht, was sie versprechen. Das ist meistens Aktionismus."
Matthias Friebe aus der Sportredaktion

Natürlich wird auch darüber nachgedacht, den Transfermarkt ganzjährig zu öffnen und den Spielern mehr Rechte einzuräumen. Und dann gibt Trainer wie Arsène Wenger von Arsenal London aus der englischen Premier League, die das Transferfenster im Winter gerne schließen wollen. Weil es in England keine Winterpause gibt, einige Vereine also schon zweimal gegeneinander gespielt haben, andere aber noch nicht. Die Transferperiode könne deshalb den Wettbewerb verzerren

Neue Macht China

Im aktuellen Transferfenster wurde der teuerste Transfer übrigens nicht in der milliardenschweren Premier League abgeschlossen und auch nicht in der Bundesliga, sondern in China. Dort gibt es eine Art Staatsplan, der den Fußball mit aller Kraft nach vorne treiben will. Hinter den Spitzenklubs der chinesischen Liga stehen sehr reiche Unternehmen. Schätzungen gehen davon aus, dass jede Mannschaft mindestens 150 Millionen Euro Etat hat. Und so wechselte in diesem Transferfenster der Brasilianer Ramires für rund 30 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Jiangsu Suning.