Free-to-Play-Titel, Abo- und Cloud-Dienste haben 2018 dafür gesorgt, dass die Gamesbranche ein deutliches Umsatzplus gemacht hat.

Laut des Branchenverbandes Game ist das Geschäft mit Konsolen, Spielen und Zubehör in Deutschland mittlerweile größer als das mit Filmen, Kinokarten und Musik. 4,4 Milliarden Euro Umsatz hat die Branche 2018 gemacht - das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Tendenz weiter steigend.

Der Verkauf von Konsolen wie Playstation oder X-Box ist zwar leicht rückläufig, dafür haben die Verkaufszahlen bei den Spielen ordentlich zugelegt. Allerdings werden Computergames längst nicht mehr als einziges Spiel verkauft, sondern häppchenweise. Das heißt, wer ein Spiel zocken möchte, kann sich einzelne Erweiterungen kaufen, erklärt Felix Falk, Chef des Branchenverbands Games. Das ist ähnlich wie bei den In-App-Käufen für Smartphones. Erst kostenlos testen und dann nach und nach die Fähigkeiten der App durch Zukäufe erweitern.

"Überall sehe ich, dass immer mehr Spiele im Vorfeld nicht bezahlt werden müssen, sondern dass ich erst mal anfange zu spielen, dass ich Free-to-play-Spiele hab, die später bezahlt werden durch zusätzliche Inhalte."
Felix Falk, Chef des Branchenverbands Games

Vor allem die Online- und Clouddienste sind beliebt. Wer sich online ein eigenes Profil anlegt, kann sich mit Freunden vergleichen und die Spielstände in der Cloud speichern. Ein gestaffeltes Abo-Modell bietet zudem die Möglichkeit, zusätzliche Spiele runterzuladen oder Equipment zu kaufen, damit der Charakter im Spiel besser ausgestattet ist. Zusätzlich gibt es auch Musik-Streaming und Videos.

Konkurrenz für Streamingdienste

Eine Entwicklung, die von Streamingdiensten durchaus kritisch beäugt wird. So wird zum Beispiel seit einiger Zeit darüber spekuliert, dass auch Amazon mit einem eigenen Streamingdienst in den Gamesmarkt einsteigen will. Offiziell ist das allerdings noch nicht.