DRadio-Wissen-Gamer Thomas Ruscher hat sich für uns auf der Gamescom brav in die VR-Schlange gestellt und ist hin und weg. Zu sehen gab es Doom VR von Bethesda. Für den Hausgebrauch müssen die Gamer aber ordentlich aufrüsten.

Wer sich das virtuelle Spieleerlebnis zu Hause gönnen will, der muss ordentlich in die Tasche greifen. Denn VR ist eine ziemlich anspruchsvolle Technik. Das heißt, für den normalen PC müssen neue Grafikkarten her. Oder auch ganz neue Konsolen, denn die Playstation 4 oder XBox One sind für die Anforderungen etwas schwach auf der Brust: Es geht, es könnte aber auch besser gehen.

"Von allen Seiten kommen Dämonen und Viecher auf dich zugerannt, da habe zumindest ich sofort vergessen, dass ich eigentlich in einer kleinen Bude auf der Gamescom stehe. Tolles Erlebnis."
Thomas Ruscher hat für DRadio Wissen Doom VR getestet

Die Konsolenhersteller haben darauf bereits reagiert mit der PS 4 Neo und der XBox One Scorpio und weichen damit erstmalig von ihrem Innovationsrhythmus ab. Bislang lagen sechs bis acht Jahre zwischen den Konsolengenerationen. Da waren 400 bis 500 Euro eine überschaubare Innovation. Die neuen, VR-tauglichen Konsolen, kommen jetzt bereits zwei Jahre nach der letzten Konsolengeneration auf den Markt.

Kurze Übergangsphase

Die Spieleentwickler freut das, denn sie können bereits jetzt bessere Grafiken und damit detailgetreuere Spielwelten für die Games erschaffen. Trotzdem versuchen sie natürlich auch die Spieler zu integrieren, die nicht die neueste Generation oder fetteste Ausstattung haben.

"Wir versuchen natürlich immer Spiele zu machen, die man auch zu Hause spielen kann, wenn man keine Höllenmaschine hat, keinen 4000-Euro-PC."
Claudia Kühl von Daedalic

Allzu lang wird diese Übergangsphase aber wohl nicht dauern. Bestimmte VR-Spiele wird es dann auch nur noch für die neueste Generation geben. Spieler, die keine Lust haben, alle zwei bis drei Jahre in neue Technik zu investieren, werden dann in die Röhre schauen.