Klar kann man auch eine lustige Partie Online-Mau-Mau spielen. Cool ist es aber gerade, Sammelkartenspiele online zu zocken. Auf der Welle schwimmen einige kleine Unternehmen mit, die sich davon große Gewinne erhoffen. 

Das mit Abstand erfolgreichste Sammelkartenspiel ist Hearthstone von 2014 - die Kartenspielvariante zum Rollenspiel "World of Warcraft". Da hat jeder Spieler auf seinem Computer oder Tablet einen Kartenstapel mit Bildern von Monstern, Zaubersprüchen oder Helden aus der Warcraft-Welt vor sich liegen. Mit einem Gegenspieler liefert man sich dann ein Online-Duell. Spielt der andere beispielsweise einen Ork aus, konterst du mit einem Abwehrzauber, rufst Ritter zur Verstärkung und so weiter.

"Das macht die Spiele so spannend, weil sich jede Runde anders anfühlt und es eben etwas ganz anderes ist, als mit Bube, Dame, König, Ass zu spielen."
Deutschlandfunk-Nova-Games-Experte Thomas Ruscher über den Reiz von Online-Sammelkarten
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Inzwischen springen viele Firmen auf den Online-Sammelkarten-Zug auf und programmieren eigene Games. Beispiele sind das Spiel "Gwent", das auf dem polnischen Computer-Rollenspiel "The Witcher" basiert, oder das Spiel "Causa", das von dem kleinen, jungen Team Niebla Games aus Chile entwickelt wird. Chefin Maureen Berho ist sich sicher, dass Online-Katenspiele das nächste große Ding werden. 

"In general we believe that the enormous amount of active players today playing the available card games somehow prove, that there is a growing market and a growing interest in this genre."
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Maureen Berho hat viele Gespräche mit Usern geführt und glaubt, dass ein Schlüssel zum Erfolg ihres Spiels "Causa" sein wird, dass es nicht nur für Computerspieler interessant ist, sondern auch für Menschen, die einfach nur Kartenspiele mögen - denn das sind gar nicht so wenige. Das Spiel "Causa" soll eine Geschichte erzählen und richtet sich so auch an Leute, die mal eine Pause von stressigen Duellen gegen andere Spieler brauchen.

Gamer zahlen für Extras

Causa ist zwar noch in Arbeit, aber wenn es fertig ist, soll es kostenlos sein. So wie die meisten digitalen Sammelkartenspiele. Jetzt ist natürlich die Frage, wie sich damit Geld verdienen lässt. Der Wegbereiter Hearthstone macht es vor: Zwar ist auch dieses Spiel erst einmal kostenlos. Wer sich aber extra Karten kaufen will, muss dafür einen Euro pro Päckchen zahlen. Auf diese Weise hat Hearthstone im vergangenen Jahr 400 Millionen Dollar eingenommen. Im Durchschnitt zahlte jeder Spieler 40 Dollar pro Monat.