Im Februar waren 27.000 Köche arbeitslos gemeldet. Dennoch herrscht großer Fachkräftemangel in der Branche. Andreas Becker ist Vorsitzender des Verbandes der Köche in Deutschland und weiß, dass in der Branche einiges schief läuft.

Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl der Auszubildenden halbiert. Die Angst vor den Arbeitszeiten ist groß und wenn ein ausgebildeter Koch 1200 Euro brutto verdient, dann laufe etwas falsch, meint Andreas Becker. Er ist Vorsitzender des Verbandes der Köche in Deutschland und kennt die Zahlen. Er weiß, bei dem aktuellen Mangel an Köchen werden Restaurants schließen oder Nicht-Fachkräfte einstellen müssen.

"Der Job des Kochs an sich ist supergenial."
Andreas Becker, Vorsitzender des Verbandes der Köche in Deutschland

Die Kochshows tragen positiv zum Bild des Kochs bei, aber leider sei das nur die halbe Wahrheit, sagt Becker. Viele Auszubildende brechen ihre Lehre auch ab. Das zeige, dass völlig falsche Vorstellungen davon existieren, was der Beruf wirklich beinhalte.

"Freizeit wird heute viel höher bewertet als das Finanzielle - wobei das natürlich auch ein entscheidender Faktor ist in der Gastronomie."
Andreas Becker, Vorsitzender des Verbandes der Köche in Deutschland

Mehr zum Thema:

"Dienstwagen für Köche?" Interview mit Andreas Becker, Vorsitzender des Verbandes der Köche in Deutschland, in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, 5. April 2014