Geburtstage kann man mögen oder nicht. Aber anscheinend machen vor allem die runden Geburtstage etwas mit uns. Kurz davor - also mit 29, 39 und so weiter - fangen wir zu grübeln an und verändern sogar unser Verhalten.

Anscheinend begreifen Menschen das Leben nicht als gleichmäßigen, langen Fluss, sondern sie denken in Dekaden.

Das hat eine Studie aus den USA näher untersucht, die im Fachmagazin PNAS veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler haben dafür viele verschiedene Studien kombiniert. Raus kam: Wer 29, 39 oder auch 49 Jahre alt ist, sagt, dass er vor dem nächsten Geburtstag heftiger als sonst über sein Leben nachdenkt.

Bilanz ziehen und grübeln

Beim Denken bleibt es nicht. Auch das Verhalten ändert sich, es wird extremer. In Seitensprung-Portalen zum Beispiel finden sich überdurchschnittlich viele "Neun-Ender", also 29-Jährige, 39-Jährige und so weiter. Aber auch in den Selbstmordstatistiken zeigt sich ein ähnliches Bild. In den USA tauchen darin überdurchschnittlich viele Menschen auf, die vor einem runden Geburtstag stehen.

Menschen können aber auch produktiver werden, wenn sie auf die 30 oder 40 zugehen. Zum Beispiel laufen Menschen dann häufiger ihren ersten Marathon. Und wenn es nicht ihr erster ist, dann werden sie kurz vor einem runden Geburtstag schneller.