Hätte. Wäre. Würde. Das sind Wörter, die ihr bei der nächsten Gehaltsverhandlung streichen solltet. Wer beim Chef mehr Geld rausschlagen will, der muss klar, deutlich und souverän rüber kommen - sagt Gehaltscouch Ines Speda.

"Eventuell wäre es schön, wenn ich ein bisschen mehr Geld haben könnte." Nein, das kannst du vergessen. Wenn ihr in Gehaltsverhandlungen geht, solltet ihr den Konjunktiv direkt aus eurem Wortschaft streichen. Wer mehr Geld verdienen will, der überlegt sich zuerst einmal, wie viel mehr es konkret sein soll. Auf dieses Minimalziel schlagt ihr dann noch einen Verhandlungsbatzen oben drauf. Und Argumente für die Gehaltserhöhung braucht es natürlich auch.

Mit Selbstbewusstsein überzeugen

Eine selbstbewusste Performance, überzeugende Worte, nicht mit dem Konjunktiv arbeiten - das empfiehlt Gehaltscoach Ines Speda.

"Ich habe folgende Leistung erbracht und dementsprechend sehe ich ein Gehalt von so wie so als angemessen."
Ines Speda ist für klare Worte beim Verhandeln

Jemand, der sich mit Gehaltsverhandlungen ganz genau auskennt, ist auch Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Wie man entschlossen und mit Durchhaltevermögen in Verhandlungen geht, das hat er schon mehrfach gezeigt. "In Verhandlungen geht man, wenn's möglich ist, mit offenem Visier", sagt er.

"Ich lebe nach der Methode, man trifft sich zwei mal im Leben. Deswegen ist es ganz wichtig, dass man die Verhandlungspartner auf der anderen Seite nicht nur für voll nimmt, sondern wertschätzt."
Claus Weselsky, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

Und noch ein paar weitere Tipps hat Claus Weselsky parat: nicht zu viel Kaffee oder Tee trinken. Dafür viel Obst essen, um fit zu bleiben. Und zwischendurch auch ein bisschen Sport treiben. Es braucht nämlich für erfolgreiche Verhandlungen nicht nur einen wachen Geist, sondern auch eine gute körperliche Verfassung, meint er.

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