Im Kohl stecken ordentlich viel Vitamine drin. Genau das Richtige, um Husten und Schnupfen zu trotzen. Aber wie bleiben die Vitamine beim Kochen drin? Und wie findet ihr den richtigen Kohl? Unser Reporter Sebastian Sonntag weiß, was zu tun ist.

Kohl ist zwar ein Superfood, aber so richtig beliebt ist er nicht. Vielleicht lässt sich das ändern, wenn ihr wisst, was drinsteckt. Zum Beispiel im Grünkohl: 100 Gramm Grünkohl decken den Tagesbedarf an Vitamin C und enthalten so viel Kalzium wie ein Glas Milch. Oder Brokkoli: Der hat doppelt so viel Vitamin C wie eine Zitrone.

Wie bleiben die Vitamine drin?

Das Wintergemüse ist also super in der Erkältungszeit. Damit die Vitamine bei der Zubereitung drin bleiben, solltet ihr den Kohl so wenig kochen wie möglich. Am besten ihr macht einen Salat daraus, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Margarete Knauf.

"Alles, was man erhitzt, verliert an Vitaminen und Inhaltsstoffen."
Margarete Knauf, Ernährungswissenschaftlerin

Ihr könnt zum Beispiel Weißkohl-Salat (der Klassiker) oder Brokkoli-Salat machen. Brokkoli schmeckt lecker mit ein paar Zwiebeln, etwas Knoblauch und Sesamöl. Wer mag, kann noch geröstete Chashew- oder Sonnenblumenkerne in den Salat tun. 

Auf jeden Fall so besser nicht...

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Esst ihr lieber warm und steht auf Kohlgeschmack, dann passt Rosenkohl gut. Dafür den Strunk kreuzweise einschneiden und mit wenig Wasser dünsten. Oder Grünkohl: Kurz in der Pfanne schwenken und dann asiatisch anmachen mit Ingwer oder Sojasprossen. Auch köstlich.

Welchen Kohl kaufen?

Bleibt noch die Frage, wie ihr den richtigen Kohl findet:

  • Die Optik ist wichtig. Der Kohl sollte keine braunen Stellen haben und der Strunk nicht gammelig aussehen. 
  • Dann vorsichtig abtasten. Das Gemüse sollte auf Druck nicht zu sehr nachgeben. Wirsing zum Beispiel sollte schön quietschen, wenn ihr vorsichtig draufdrückt.
  • Besser keinen Kohl kaufen, der in Plastik eingeschweißt ist. Nicht nur, weil ihr Verpackungsmüll spart. Unter dem Plastik kann sich Wasser bilden und der Kohl kann schimmeln.
  • Feste Kohlköpfe, wie Weiß-, Rot- oder Spitzkohl halten sich im Ganzen etwa vier Wochen im Gemüsefach im Kühlschrank.
  • Kohl lässt sich super einfrieren. Dafür kurz in heißem Wasser blanchieren, abkühlen lassen, in kleine Stücke schneiden und ab ins Tiefkühlfach.

Aber Kohl hat nicht nur viele Vitamine, sondern auch eine gute CO2-Bilanz. Weil ihr ihn regional und saisonal einkaufen könnt, aber auch, weil Gemüse zum Beispiel im Vergleich zu Fleisch insgesamt besser für die Umwelt ist, sagt Manuel Klarmann, der sich für klimafreundliche Menüs starkmacht.

"Ich kann drei Tage im Jahr Rindfleisch essen oder ein ganzes Jahr lang Gemüse - und ich habe dieselbe CO2-Bilanz."
Manuel Klarmann vom Start-up Eaternity

Also, ran an den Kohl. 

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