Schmuck für Männer bedeutet oft Armbanduhr oder vielleicht auch Ring mit Totenkopf. Aber mehr Männer tragen mittlerweile dezente Accessoires als Schmuck: Ein paar Promis machen es vor. Dieser genderneutrale Schmuck ist eher reduziert und schnörkellos, sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer.

Es tragen wieder mehr Männer Schmuck - und zwar im klassischen Verständnis. Das heißt, nicht nur die funktionale Armbanduhr. Oder vielleicht den Ehering. Oder auch Totenkopfringe - je nach Vorliebe.

Dann gibt es noch die Hip-Hopper. In dieser Szene wird seit den 1970er Jahren Schmuck getragen, so unsere Reporterin Anke van de Weyer. Doch als Schmuck gelten eher fette Protzstücke, um zu beweisen, was er oder sie sich alles leisten kann.

Genderneutraler Schmuck: Reduziert und wenig verspielt

Zurzeit zeigt sich aber ein neues Verständnis von Schmuck für Männer. Schmuck wird als dezentes Accessoire eingesetzt, so Anke van de Weyer. Beispielhaft für diesen Trend steht zum Beispiel Harry Styles. Er ist als Mitglied der Boyband One Direction bekannt geworden und macht mittlerweile solo Musik. Er gilt in Sachen Style als Vorreiter.

"Schmuck wird auch von Männern als dezentes Accessoire eingesetzt."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Harry Styles trägt Nagellack, Rüschenblusen und eben auch Ringe und Ohrringe. "Aber eben nicht so, dass man das Gefühl hat, er macht auf Dragqueen", sagt Anke van de Weyer. Der Schmuck wirkt als Teil seines ganz normalen Looks.

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Für diesen Trend stehen unter anderem auch der Schauspieler Timothée Chalamet, der Rapper Drake oder der Sänger Zayn Malik.

Der genderneutrale Schmuck ist eher schnörkellos und auch reduzierter. Die genutzten Formen sind häufig geometrisch, weniger Herzchen oder Blümchen. Insgesamt ist das Design nicht so stark verspielt, so Anke van de Weyer. Es gibt auch weniger Bling-Bling. Trotzdem können beim genderneutralen Schmuck Diamanten dazugehören.

"Genderneutraler Schmuck ist relativ schnörkellos und relativ reduziert."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Diesen Trend greifen bereits Luxus-Labels wie die französische Marken Cartier oder Chanel auf. Aber genderneutraler Schmuck dürfte bald auch im mittleren oder unteren Preissegment zu haben sein.

Dass nun auch Schmuck geschlechtsneutraler wird, ist nicht überraschend. Auch die Mode entwickelt sich schon länger in diese Richtung.