Liegt die Haarbürste mit den Borsten nach unten oder oben? Wurde die Kleidung gerollt oder gefaltet? Ein Versuch des Koffer-Besitzer-Profilings.

Heute lautete die Mission für DRadio-Wissen-Reporter Stephan Beuting: jemanden mit gepacktem Koffer finden. Und dieser jemand soll den Koffer dann auch noch öffnen - damit Stephan als Profiler testen kann, wie gut sich die Persönlichkeit anhand eines Kofferinhalts analysieren lässt.

Stephan findet zwei Freiwillige am Flughafen Köln-Bonn: Yves und Christin.

Christin hat einen blauen Koffer, damit sie ihn unter den vielen schwarzen leichter wiederfindet. Stephan darf reingucken: Haarbürste mit den Borsten nach unten, Brillenetui, Visitenkarten, Kleidung. Die wiederum ist in der Rolltechnik verstaut. Das sagt tatsächlich etwas über Christin aus, Stephan kommt aber nicht drauf. Wegen der Haarbürste fragt er, ob Christin ein "Be-prepared"-Typ ist. Sie will das nicht verneinen, aber dann doch aufs Kofferpacken beschränken.

"Man weiß ja nie, wer in den Koffer guckt."
Yves, Reisender am Flughafen Köln-Bonn

Im Koffer von Yves findet Stephan ebenfalls Kleidung, diesmal jedoch in der klassischen Falttechnik. Yves Grundgedanke: "Ich hab es halbwegs vernünftig hingelegt. Man weiß ja nie, wer reinguckt." Recht hat er. Manchmal kommt eben einer vom Radio vorbei und will den Koffer geöffnet haben.

Bei Yves liegt das Macbook ganz oben. Stephans Idee: Digitaler Nomade. Das passt irgendwie, aber nicht ganz.

Fazit: Ein Koffer liefert Indizien. Doch die kann man eben auch in eine falsche Richtung deuten.