Die republikanische Partei wurde am 20. März 1854 im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin gegründet. Sie war ursprünglich liberaler als die demokratische Partei. Besonders setzte sie sich für die Abschaffung der Sklaverei ein.

Mitte des 19. Jahrhunderts ging ein Riss durch die USA: Der Süden war durch große Plantagen und arbeitsintensive Agrarwirtschaft gekennzeichnet. Die Farmer in Georgia, Texas, Alabama oder auch in Florida setzten seit Jahrzehnten Sklaven als billige Arbeitskräfte ein und wollten von dieser Praxis keinesfalls ablassen. Der Norden hingegen war ganz anders strukturiert - dort gab es Fabriken, dort wohnten viele aus Europa geflohene Einwanderer, die ihr handwerkliches Know-how auf den neuen Kontinent mitgebracht hatten. Im Norden suchte man darum keine Sklaven, sondern eher gut ausgebildete Facharbeiter oder Ingenieure. 

Der Elefant ist das Wappentier der US-amerikanischen Republikaner. Abraham Lincoln - im Bild ganz oben links - war ihr erster Präsident. Er regierte von 1861 bis 1865.

Die republikanische Partei, die am 20. März 1854 in einer kleinen Stadt im US-amerikanischen Bundesstaat Wisconsin gegründet wurde, setzte sich für die Abschaffung der Sklaverei ein und riskierte damit die Spaltung der USA, weil die Südstaaten das mit allen Mitteln verhindern wollten. 

Die demokratische Partei war zu dieser Zeit für die Beibehaltung von Sklaverei und Rassendiskriminierung. Diese Vorzeichen haben sich im Laufe der Zeit ins genaue Gegenteil verwandelt – denn unter Donald Trump sind die Republikaner zu einer Partei der Abschottung und Zurückweisung von Einwanderern geworden.


Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Der Buchautor Thomas Greven schildert die Anfänge der republikanischen Partei.
  • Ronald Gerste hat eine Biografie Abraham Lincolns geschrieben und stellt uns den 16. US-Präsidenten und Begründer des modernen Amerika vor, der gegen die Sklaverei war und die Einheit der USA nach dem Sezessionskrieg bewahrte.
  • Deutschlandfunk-Korrespondent Thilo Kößler schildert die Lage der Republikaner seit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld berichtet über die politische und ökonomische Lage der USA in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
  • Deutschlandfunk-Nova-Autorin Kristin Mockenhaupt hat sich mit den Anfängen der Republikaner 1854 und den Personen, die die Partei gegründet haben, beschäftigt.

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  • Aufarbeitung: Sklaven-Nachfahren sollen bevorzugt werden | Die Georgetown-Uni entschuldigt sich bei den Nachfahren von 272 Sklaven, die sie im Jahr 1838 verkauft hat, um Schulden zu bezahlen. Außerdem will sie ihnen gewisse Vorteile beim Studium bieten.