Wenn in Berliner Clubs die Toiletten verstopft sind, rückt Gerome Meyer an und reinigt in Discos verstopfte Abflussrohre. Magdalena Bienert hat ihn für uns getroffen.

Gerome Meyer nennt sich selbst Problem-Löser. Wenn seine Kunden ihn rufen, haben die meistens ein ziemlich großes, stinkendes Problem: eine verstopfte Toilette in einer Bar oder einem Club, also dort, wo wegen des hohen Alkohol-Konsums nicht selten lange Schlangen vor den Klos stehen. Er hat sich darauf spezialisiert, nachts am Wochenende zu arbeiten.

"Die anderen stehen daneben und fragen: Wie hältst Du das bloß aus? "
Gerome Meyer, Rohrreiniger mit dem Spezialgebiet Club-Toiletten

Normalerweise riechen Frauenklos besser, sagt Gerome, nur im Nachtleben, wenn viel Alkohol im Spiel ist, dann gilt diese Regel nicht. Vor allem sei es ein Problem, dass Frauen die Toilette als Mülleimer benutzen. Ob Handtücher oder Hygieneprodukte - Gerome sagt, dass er sofort riechen kann, mit was die Toilette verstopft ist.

"So'n Club, nachdem hier die Veranstaltung war, da riecht es ja auch in jeder Ecke nach Erbrochenem, Spritzen liegen da rum, da kann man sich auch vorstellen, was da für Gerüche entstanden sein müssen."
Gerome Meyer, Rohrreiniger mit dem Spezialgebiet Club-Toiletten

Mit zwölf Jahren stieg Gerome zum ersten Mal in einen Gulli. Als das Wasser ablief, war das für Meyer ein "magischer Moment". Dass er so richtig tief einatmet und bei der Arbeit die Luft anhält, das passiert nur selten. Bei Gullis oder anderem "normalen" Gestank, da blendet er den Geruch einfach aus.