Wer sein Leben für bedeutsam hält, hat weniger Schlafstörungen. Das haben Forscher aus Chicago in einer neuen Studie festgestellt. 

In zwei Langzeitstudien haben US-Forscher 800 Menschen befragt, die in und um Chicago wohnen. Zum einen wurden Fragen zur Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens gestellt. Die Probanden haben dafür bestimmte Aussagen vorgelegt bekommen. 

Zusammenhang zwischen Lebenssinn und gutem Schlaf

Darunter auch zum Beispiel den Satz: "Ich fühle mich gut, wenn ich daran denke, was ich in der Vergangenheit getan habe und was ich in Zukunft noch tun werde."  Die Versuchspersonen mussten angeben, wie sehr sie dieser und anderen Aussagen zustimmen. 

Zum anderen gab es mehrere Fragebögen, die mögliche Schlafprobleme abgefragt haben. Es gab einen Zusammenhang: Wer sein Leben als sinnvoll erachtete, hat weniger Schlafschwierigkeiten. 

"Die Forscher vermuten vor allem, dass ein als bedeutsam empfundenes Leben die Leute dazu bringt, sich gesünder zu verhalten, und dass sich das positiv auf den Schlaf auswirkt."
Anna Beerlink. Deutschlandfunk Nova

Die untersuchten Personen schlafen nicht nur besser als andere. Sie haben auch seltener krankhafte Schlafstörungen: Zum Beispiel Schlaf-Apnoe, Atemaussetzer während des Schlafes, oder das Restless-Leg-Syndrom, unkontrollierte Bewegungen während des Schlafs.

Lebenssinn kann man trainieren

Eine Behandlungsmethode von Menschen mit Schlafstörungen könnte also sein, sich einen positiven Lebenssinn anzueignen. Das könnte mithilfe von Achtsamkeits-Trainings oder bestimmten Formen von Psychotherapie geschehen. In Zukunft wollen die Forscher genauer untersuchen, ob und wie das möglich ist. 

An der aktuellen Studie haben ältere Menschen teilgenommen, aber die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ihre Ergebnisse für alle gelten. Auch das soll noch genauer erforscht werden.