Tiefkühlkost kann gesund sein - wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, zum Beispiel das Fehlen von Aromen und Geschmacksverstärkern.

Ist Tiefkühlkost gesund? Das ist so pauschal natürlich nicht zu beantworten. Ernährungsberaterin Jola Jaromin-Bowe empfiehlt immer, auf die Zutatenliste zu gucken. Denn manchmal werden Lebensmitteln Stoffe hinzugefügt, die man darin nicht vermuten würde. In der "Tropischen Obstmischung" aus dem Tiefkühlschrank sind zum Beispiel Konzentrat und Fruktose enthalten. Letzteres ist industriell hergestellte Fruktose, die Übergewicht, Fettleber und Diabetes verursachen kann. "Das hat nichts mit Obst zu tun", sagt Jola.

"Frisches Obst schmeckt viel besser - ein eingefrorener Apfel schmeckt mir einfach nicht."
Jola Jaromin-Bowe, Ernährungsberaterin

Häufig sind tiefgekühlten halbfertigen oder fertigen Produkten auch Geschmacksverstärker und Aromastoffe beigesetzt. Im schlimmsten Fall ist dann nicht mal bekannt, um welche Aromastoffe es sich handelt.

Mangelnde Vielfalt

Ernährungsberaterin Jola isst selbst tiefgefrorenen Broccoli und Blumenkohl. Denn je nach Verarbeitung und Lagerung von frischem Gemüse sind in der gefrorenen Variante sogar mehr Nährstoffe enthalten. Auch gegen eine gefrorene Beerenmischung ist nichts einzuwenden, sagt sie. Aber: Die Beeren haben nichts mit frischem Obst zu tun und eignen sich zum Beispiel besser fürs Pürieren als zum direkten Verzehren.

So sehr Tiefkühlprodukte gesunde, schmackhafte Lebensmittel bieten: Ohne frische Lebensmittel geht nichts. Jola: "Ich habe noch nie gefrorene Äpfel oder Birnen gesehen. Tiefkühlkost ist einfach nicht so vielfältig."