Hatschi, schnief, schnäuz, hust hust... Ekelalarm in der U-Bahn! Gerade hat sich vor mir jemand in die Hand gehustet, geschnäuzt - jetzt hält er sich an der selben Stange wie ich fest… Millionen von Erregern tummeln sich vor allem in der New Yorker U-Bahn, darunter auch die der Beulenpest und von Milzbrand.

Forscher der Cornell Universität haben Proben von mehr als 400 U-Bahn-Stationen genommen. Mit einem Nylon-Tupfer haben sie Türen, Griffe, Handläufe von Rolltreppen, Bänke, Mülleimer und vieles mehr abgewischt. Dabei sind 1500 Proben zusammengekommen, die die Wissenschaftler analysiert haben.

Gefunden haben sie menschliche DNA, viele Bakterien und ein paar Viren. Mit von der Partie sind Darmbakterien, antibiotikaresistente Bakterien und DNA von Beulenpest- und Milzbranderregern. Das sind zwar nur noch selten vorkommende Erreger, bei einer Frequentierung von fünf Millionen Fahrgästen in der New Yorker U-Bahn pro Tag können diese Erreger aber schon mal dabei sein.

Nur die Existenz ist nicht ansteckend

Das heißt aber nicht, dass wir besser nie die U-Bahn in New York nutzen sollten. Die Forscher geben Entwarnung: Die DNA-Spuren selbst sind nicht ansteckend. Es reicht auch nicht, dass man den Griff berührt, an dem der Erreger klebt. Bei Milzbrand müsste beispielsweise der Erreger in eine offene Wunde gelangen.

Keine Angst vor Bakterien!

Und die übrigen Millionen von Bakterien sind völlig normal für einen Ort, wo Millionen von Menschen zusammentreffen. Die Menschen werden nicht einfach krank durch das Vorhandensein der Bakterien. Außerdem sind viele der Mikroben sogar nützlich für unser Immunsystem. Wer genau wissen will, wo welche Erreger auftauchen, kann sich einen Überblick auf der Mikroben-Karte der Forscher verschaffen.

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