Über die Feiertage haben wir alle ein bisschen mehr zugelangt und dadurch vielleicht auch ein bisschen zugelegt. Und jetzt? Neues Jahr, neues Glück, neue Vorsätze: Abnehmen steht da ziemlich weit oben. Trotzdem sollten wir unser Gewicht im richtigen Verhältnis betrachten. Verena von Keitz weiß, wann fett wirklich fett ist.

Ob wir zugenommen haben und wirklich daran arbeiten müssen, das sagt uns meistens unser gesundes Körpergefühl. Wenn wir nicht mehr in unsere Hosen passen, ist das ein klares Zeichen, wenn wir nicht mehr durch die Tür passen, ohne den Rahmen zu berühren, dann erst recht. Allerdings ist der Body Mass Index (BMI) keine wirklich gute Hilfe. Warum? "Weil er total ungenau ist", sagt DRadio-Wissen-Autorin Verena von Keitz.

"Der setzt ja wirklich nur Größe und Gewicht in Beziehung. Nun muss man wissen, dass Muskeln schwerer sind als Fett – weil sie aus dichterem Gewebe bestehen."
Verena von Keitz, DRadio-Wissen-Autorin

Es gibt Vorschläge, den BMI anders zu berechnen, damit er genauer wird, aber Verena hat für uns eine einfachere Regel parat: Wenn sich unser Bauch so in Richtung Medizinball entwickelt, dann ist klar: Da steckt viel Fett drin. Und das ist - anders als das Fett was sich so auf Hüften und am Hintern ansammelt - ein echtes Problem.

Das schlimme Bauchfett

Denn das Bauchfett steckt tief im Körper, in der Bauchhöhle, wächst um die Organe herum und ist selbst ziemlich aktives Gewebe. Es sorgt dafür, dass Hormone ausgeschüttet werden, auch Entzündungsstoffe, und es hat Einfluss darauf, dass wir uns nicht gesättigt fühlen, sondern immer noch mehr Hunger haben.