Die 120 Geeks beim Game Jam in Köln haben am Wochenende nur wenig Schlaf bekommen, aber viel geschafft: In nur 48 Stunden haben sie ein Computerspiel kreiert.

Gina ist zum ersten Mal bei einem Global Game Jam. Sie studiert in Münster Grafikdesign. Das hat zwar nichts mit Programmieren zu tun, sie ist sich aber sicher, dass sie in den kommenden 48 Stunden viel beitragen kann. Im Entwickeln von Computerspielen hat sie Erfahrung und sie hat vor allem eins: mega Bock!

"Man kann einfach Stunde um Stunde arbeiten. Das Spieleentwickeln ist so eine motivierende und inspirierende Arbeit, das ist mir wichtiger als alles andere.
Game-Jam-Teilnehmerin Gina, Grafikdesignstudentin aus Münster

Beim Global Game Jam treffen weltweit Leute aufeinander, die aus verschiedenen Bereichen kommen. Gina liefert das Visuelle, also Grafiken, Animationen oder Icons. Schnell trifft sie auf Vlad, einen Programmierer. Zusammen ergänzen sie sich hervorragend. Das Motto dieses Game Jams lautet "Rituale". Das erfahren sie erst kurz bevor es los geht. Gina hat schon erste Ideen. Zusammen mit Vlad zieht sie sich zum Brainstorming zurück. 30 Minuten später steht das Konzept. Was fehlt, ist das Team, das die Vorstellungen umsetzt. Gina und Vlad müssen sich Leute suchen.

Mit Hochdruck wird an den Computerspielen gearbeitet

28 Stunden später ist der Trubel der ersten Minuten verflogen - alle sitzen konzentriert und still an ihren Rechnern und arbeiten. Um sie herum liegen Chipstüten und Energiedrinks. Das Spiel wird später "Voices of the Void" heißen, also "Die Stimmen der Leere". Etwa zur Halbzeit sitzt Gina mit Designerin Inga am Aussehen der Level und des Endgegners. In dem Spiel soll es darum gehen, als gestrandeter Astronaut im All aus einer riesigen Raumstation herauszufinden.

"Unsere Programmierer waren schon sehr fleißig. Man kann schon rum laufen und interagieren. Es ist noch nicht perfekt, aber wir haben auf jeden Fall schon was."
Game-Jam-Teilnehmerin Gina, Grafikdesignstudentin aus Münster

Am Ende schaffen es Gina und ihr Team, das Spiel fertig zu bekommen. Und dafür bekommen sie viel Applaus. Der Look ist ziemlich düster und erinnert ein bisschen an die Alien-Filme. Die Spieler müssen ihre Hand im Kreis bewegen um die Zeit zu verlangsamen und durch ein Tor zu schlüpfen. Im weiteren Verlauf wird alles schneller und der Spieler stößt auf immer weitere Probleme. Gina feiert den Erfolg ihres ersten Game Jams und zieht Bilanz.

"Es war anstrengend, ich bin müde. Wir haben einige neue Leute kennen gelernt und gesehen, was die anderen Menschen in unserem Bereich auf dem Kasten haben."
Game-Jam-Teilnehmerin Gina, Grafikdesignstudentin aus Münster

Hier gibt es alle Spiele des Game Jams, unter anderem "Voices of the Void":