Der Urkontinent bricht auseinander, der Atlantik bildet sich um, Lava tritt an den Bruchstellen aus. Die Folge: Die Hälfte aller Tierarten stirbt aus.

Vor 250 Millionen Jahren hat das "große Sterben" stattgefunden: 96 Prozent aller Arten sind im Perm ausgestorben. Und schon 50 Millionen Jahre später besiedeln wieder viele verschiedene Tierarten die Welt: Dino-, Flug- und Fischsaurier dominieren das Geschehen. Und in diese Idylle bricht die nächste Katastrophe herein.

Gegen Ende der Trias vor 200 Millionen Jahren bricht der Urkontinent auseinander. Dadurch bildet sich der Atlantik um, und an den Bruchstellen tritt Lava am Meeresboden aus.

"Man kennt das heute von Island. Island sitzt ja auf der Nahtstelle, wo die Kontinente auseinander driften. Da wird neuer Meeresboden gebildet. Auf diese Weise ist Island entstanden."
Jes Rust, Paläontologe am Steinmann-Institut der Universität Bonn

Während dieser globalen Katastrophe stirbt die Hälfte aller Arten aus und zum vierten Mal ändert sich das Leben auf der Erde massiv. Interessant daran: Katastrophen und Massenaussterben kehren regelmäßig wieder. Tatsächlich haben sich die Paläontologen David Raup und John Sepkoski mit diesen Katastrophenperioden beschäftigt. Ihre Hypothese: Ungefähr alle 26 Millionen Jahre sterben viele Tier- und Pflanzenarten aus.

"Es gibt eigentlich keinen speziellen Grund, warum so ein Massenaussterben periodisch auftreten sollte."
Florian Freistetter, Astronom

Vulkanausbrüche oder Asteroideneinschläge, die solche Katastrophen verursachen können, treten meist nicht regelmäßig auf - in Abständen von zig Jahrmillionen. Der Astronom Florian Freistetter erklärt, dass möglicherweise ein Partnerstern der Sonne für diese Perioden verantwortlich sein könnte.

Störfeuer aus dem All

Die Mehrheit der Sterne in der Milchstraße habe Partnersterne, deshalb wäre es wahrscheinlich, dass die Sonne auch einen hat, sagt Florian Freistetter. Der hypothetische Partnerstern hat den Namen Nemesis erhalten. Nemesis könnte regelmäßig Asteroiden aus der Bahn Richtung Erde schleudere. Allerdings hat bis heute niemand einen solchen Himmelskörper entdeckt - und Florian Freistetter geht auch nicht davon aus, dass das noch passiert.

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