Yoga ist Trendsport, hält fit, stärkt die Muskeln und entspannt. Aber wie kann man Yoga noch besser machen? Mit Ziegen, behaupten Yoga-Freaks. Reporterin Nicole Markwald hat es für uns in Los Angeles ausprobiert.

Eigentlich reicht für eine Runde Yoga eine Matte auf dem Boden. Aber es geht immer auch mehr: Es gibt Bier-Yoga, bei dem nebenbei getrunken wird, das Naked Yoga ist genau das, wonach es klingt, das SUP-Yoga wird nicht auf der Matte, sondern auf dem Surfbrett durchgezogen. Und als neuester Trend gilt nun also: Ziegen-Yoga.

Auf dem Boden liegt frisches Stroh in einem Gehege, da rollen die Yogis ihre Matte aus und fangen mit dem Yoga an. Acht nigerianische Zwergziegen laufen dabei um die Sportler herum, schubbern sich am Zaun, beschnuppern die Matte, spielen miteinander oder sitzen einfach entspannt im Stroh herum.

"Die Ziegen werden sich von euch Streicheleinheiten abholen, bei einer Yoga-Pose helfen oder auf euren Rücken springen", erklärt die Yoga-Trainerin Meredith Lana. Und weil sich die Sportler im Revier der Ziegen befinden, müssen sie damit rechnen, dass die Ziegen die Yoga-Matten als Klo zweckentfremden.

Yoga mit Lächeln

Ziegen haben zwar so ihre bockigen Phasen, aber meistens sind sie ganz nette Tiere. Und so war auch die Yoga-Stunde für die Reporterin Nicole Markwald genau das: nett. "Ich glaube, ich habe noch nie einen Yoga-Kurs gesehen, wo von Anfang an so viele Menschen gelächelt haben und es so entspannt war." Gerade im sonst so auf Körperkult fixierten Los Angeles sei das eine angenehme Abwechslung gewesen.

"Wir konnten dann unsere Arme oder Beine auf der Ziege ablegen. Die mochten diese extra Streicheleinheiten natürlich."
Nicole Markwald, Korrespondentin in Los Angeles

Die kleinen Ziegen wuseln aber nicht nur um die Yogis herum, sie machen auch beim Sport mit. Sie lassen sich auf den Arm nehmen, meckern niedlich dabei, klettern auch mal auf einen der am Boden liegenden Fitnessfans herum. Diese Interaktion mit den Tieren hat für viele einen sehr hohen und angenehmen Entspannungseffekt.

Das ist alles nicht nur eine hübsche Albernheit für Städter, die endlich mal auf einem Bauernhof mit echten, lebenden Tieren in Kontakt kommen möchten. Ziegen sind Therapietiere, sie sind zutraulich, friedlich und sie haben wie Hunde oder Pferde einen beruhigenden Effekt. Schließlich werden Ziegen auch in Deutschland in der Therapie eingesetzt. Nur dann eben ohne Yoga.

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