Was war los dieses Jahr? Jede und jeder von uns hat da seine Geschichten zu erzählen. Aber es gibt natürlich auch Themen, die viele von uns bewegt haben. Und wer könnte das besser wissen als Google? Der Internetkonzern hat heute seinen Jahresrückblick für 2017 veröffentlicht. Wir haben uns für euch die Ranglisten angeschaut.

Eine Erkenntnis ist: Offensichtlich interessieren wir uns mehr für Fußball als für Politik – zumindest legt das der erste Platz nahe: "WM Auslosung". Nach diesem Begriff haben wir häufiger gesucht als nach "Bundestagswahl" und "Wahlomat" - das sind Platz zwei und drei auf der Liste. 

Der Rest der Top Ten ist extrem bunt gemischt: iPhone X ist dabei, das "Dschungelcamp", die "Handball WM" und das Dauergesprächsthema: US-Präsident Donald Trump. 

In den Rankings gibt es auch Listen mit Fragen. Da lässt sich feststellen, dass wir irgendwie doch an der Bundestagswahl interessiert waren: Was soll ich wählen? Wo kann ich wählen gehen? Warum sollte ich AfD wählen? Was ist eine Opposition?

Und auch an den anderen Fragen in den Google-Charts lässt sich ablesen, was dieses Jahr sonst noch so passiert ist: Es gibt zum Beispiel viele Fragen rund um den G20 Gipfel oder auch die Frage: Was steht auf dem Ei? Das war natürlich besonders angesagt, als der Fipronil-Skandal im Sommer aktuell war, und als viele Menschen wissen wollten, wie wir die Herkunft von einem Ei an der aufgedruckten Nummer erkennen können.

Ein wenig erstaunt hat uns, dass es tatsächlich die Frage: "Wo hat Manuel Neuer geheiratet?" auf den ersten Platz der Wo-Fragen geschafft hat. Immerhin können wir euch jetzt auch die Antwort liefern: Er hat seiner Frau Nina in Italien die ewige Treue geschworen und ein rauschendes Fest gefeiert.

Möwen im Karussell - Hä?

Eine Frage bleibt total unerklärlich: "Wo können Möwen in Krefeld kostenlos Karussell fahren?" Die beste Erklärung könnte sein, dass sich irgendwelche Leute einen Scherz erlaubt haben und gezielt diese Quatschfrage gegoogelt haben. Und zwar so oft, bis sie irgendwann in der Autovervollständigung gelandet ist, also anderen Leuten vorgeschlagen wurde. Denn dann ist es eigentlich ein Selbstläufer, sagt Isabelle Sonnenfeld von Google Deutschland: "Je mehr Menschen diese Autovervollständigung gesehen haben - die haben das dann noch häufiger gemacht." Eine andere Erklärung gibt es bisher nicht.

"Es gab einen Bericht im Fernsehen, der das aufgegriffen hat. Und dadurch, glaube ich, hat sich noch einmal das Suchinteresse vergrößert."
Isabelle Sonnenfeld von Google Deutschland

Und ein anderes Ergebnis erstaunt auch: Weder der #MeToo noch die Begriffe Sexismus oder Belästigung tauchen im deutschen Google-Ranking auf. Isabelle Sonnenfeld ist darüber allerdings weniger verwundert: "Die Debatte ist nicht in dem Ausmaß geführt worden wie in den USA. Es gab nicht die bekannten Persönlichkeiten, die in der Debatte eine Rolle gespielt haben."