Enttäuschung über die bestehende Regierung und die Auswirkungen der Finanzkrise haben in Griechenland extremen Rechte und Linken Aufwind verschafft.

Viele Griechen leiden derzeit noch unter der Finanzkrise. Es geht ihnen schlecht. Und wie so häufig, sind es radikale Parteien, die einfache und schnelle Lösungen versprechen. Bei den Europawahlen schnitten einerseits die rechtsradikale und rassistische Partei "Die goldene Morgenröte", und auf der anderen Seite die linke Partei "Syriza" bei den Europawahlen besonders gut ab.

"Viele Griechen protestieren gegen das bestehende System, weil sie wissen, dass die bisherigen Parteien auch eine Verursacher-Rolle bei der Krise spielen."
Christian Buttgereit, Griechenland-Korrespondent

Die extremen Parteien sind jetzt für viele Griechen eine Alternative. Allen gemein ist, dass sie gegen Europa sind. Die einen wollen aus der Nato austreten, die anderen wettern gegen Angela Merkel, weil die für sie das Gesicht des "bösen Europas" sei.

Für die regierende Koalition ist das Ergebnis der Europawahl ein Stimmungstest gewesen. Die amtierende Regierung hat mittlerweile auch Zugeständnisse an die radikalen Parteien gemacht.