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"Mosaic" war die größte Polarexpedition in der Geschichte. Geografin Laura Schmidt war dabei und erzählt, was sie inmitten von Schnee, Eis und Eisbären erlebt hat.

Der deutsche Forschungseisbrecher "Polarstern" driftete von September 2019 bis Oktober 2020 durch das Nordpolarmeer. Insgesamt nahmen 442 Forschende, Medienschaffende, Lehrkräfte und Crewmitglieder an der Expedition teil. Die Forschenden aus 20 Nationen sammelten Daten, um das globale Klima besser zu verstehen und so geeignete Maßnahmen gegen den Klimawandel treffen kann.

Die Geografin Laura Schmidt war im vergangenen Sommer für zwei Monate Teil des Teams für Logistik und Sicherheit. Eine ihrer Aufgaben dabei war es, aufzupassen, dass die Eisbären den Forschenden nicht zu nahekommen – denn die wissenschaftliche Arbeit fand inmitten des natürlichen Lebensraums der Tiere statt. Insgesamt sah die Geografin in ihren zwei Monaten in der Arktis rund 30 Eisbären.

"Man ist die Person, die mit dem Fernglas die Gegend abscannt und schaut, ob ein Eisbär kommt."
Laura Schmidt über eine ihrer Aufgaben bei der Polarexpedition
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Enormer Datensatz zur Analyse des Klimawandels

Sobald die Eisbären den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zu nahe kommen, bauen die ab und kehren auf das Schiff zurück. Ziel sei es, die Eisbären zu schützen und deshalb dürften sich die Tiere weder an Menschen noch an die "Polarstern" gewöhnen, erklärt Laura Schmidt die Aufgabe.

Eisbären, die auf schmelzenden Eisschollen im Polarmeer driften, sind inzwischen auch ein Symbol der weltweit steigenden Erderwärmung und des Klimawandels geworden. Kaum eine Region hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so stark erwärmt wie die Arktis, sagt Laura Schmidt. Doch die Ergebnisse der "Polarstern"-Expedition würden durchaus auch Parallelen zu unseren Breitengraden aufweisen.

Nun müssen die Daten der Expedition ausgewertet werden. "Wie schafft man nun aufgrund dieser Daten robustere Klimamodelle, um daraus dann aktiv Klimaschutzmaßnahmen oder Ziele zu generieren und Gesellschaft und Politik zu informieren, um anstehende Entscheidungen treffen zu können?" Das sei eine Frage, mit der sich die Forschenden beschäftigen, erklärt die Geologin.

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