Es ist ein ganz normaler Arbeitstag für die Journalistin Esther Göbel. Vor der Mittagspause will sie sich noch schnell ein altes Urlaubsfoto anschauen. Da merkt sie: Hier stimmt was nicht. Aus dem JPG ist ein MP3 geworden - ein Trojaner ist Schuld. Fast alle Dateien auf ihrem Rechner sind plötzlich MP3s! Die Hacker erpressen sie - Geld gegen Daten. Ob Esther gezahlt hat oder nicht, hört ihr hier.

"Und dann ploppte auf meinem Desktop so ein schwarzes Fenster auf mit weißer Schrift und da stand auf Englisch: 'Sie sind Opfer eines Trojaners geworden. Alle ihre Dateien sind verschlüsselt. Sie haben die Möglichkeit die Dateien zurückzubekommen, wenn sie 1,2 Bitcoins zahlen - also 400 Euro.'"
Esther Göbel ist geschockt, als sie die Nachricht der Hacker liest

Nachdem ein Trojaner Esther Göbels Daten verschlüsselt hatte, war sie erstmal total sauer auf die Hacker und dachte sich: "Ihr Pisser". Dann hat sie versucht die ganze Sache zu verarbeiten, indem sie den Text "Mein Trojaner und ich" geschrieben hat. Der ist zuerst auf Krautreporter.de erschienen. Und im Zuge der Recherche zu dem Text hat sie gelernt: Sie war nicht die einzige, die von diesem Trojaner betroffen war. Er hat sogar die Daten von Behörden verschlüsselt. Seit sie das weiß, schämt sie sich weniger für das, was ihr passiert ist.