Für interstellare Anhalter ist das Nützlichste nicht die Zahnbürste oder Unterhose, sondern das Handtuch. Zu Ehren des Science-Fiction-Autors Douglas Adams feiern seine Fans am 25. Mai den Handtuchtag.

Falls ihr heute auf der Straße Menschen begegnet, die ein Handtuch über der Schulter tragen, dann wisst ihr: Das sind Douglas-Adams-Fans. In dessen Science-Fiction-Hörspielserie, die 1978 in der BBC ausgestrahlt wurde, nimmt Arthur Dent auf seine interstellare Reise auf Rat des außerirdischen Ford Prefect ein Handtuch mit.

Das Handtuch hat einen großen praktischen Wert, heißt es in der Science-Fiction-Serie, die später auch als Roman erschien und 2005 verfilmt wurde. Man kann sich darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft oder es als Segel an einem Minifloß einsetzen, wenn man den Moth-Fluß hinuntersegelt. Der Handtuchtag wird seit 2001 gefeiert.

"Wenn du hier draußen überleben willst, musst du immer wissen, wo dein Handtuch ist."
Ford Prefect in "Per Anhalter durch die Galaxis"

Die Verwendung von Handtüchern ist seit der Antike bekannt. Das Handtuch, wie wir es heute kennen, soll in der türkischen Stadt Bursa im 17. Jahrhundert entwickelt worden sein. Die Deutschen nutzen heute am liebsten dicke Handtücher, um sich damit zu frottieren.

"Der Deutsche frottiert mit dem Handtuch aber nicht nur, sondern markiert damit auch sein Revier. Im Urlaub zumindest."
Thilo Jahn, DRadio Wissen

Die Deutschen sind auch bekannt dafür, dass sie im Urlaub schon vor dem Frühstück mit dem Handtuch ihre Liege am Pool markieren. Daher kommt aber nicht das Sprichwort "Das Handtuch werfen", sondern aus dem Boxsport. Wenn der Boxer aufgibt, wirft der Trainer das Handtuch in den Ring. Das Handtuch wird aber erst seit dem 19. Jahrhundert geworfen, davor war es der Schwamm, mit dem die Boxer trocken getupft wurden.