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Journalisten, Aktivisten oder Politiker stehen häufig im Fokus von digitalen Attacken. Sie werden beleidigt, ihre Daten werden missbraucht und manche erhalten sogar Todesdrohungen. Jetzt gibt es eine Anlaufstelle, die hilft.

Mit dem stärker werdenden Hass im Netz sind zahlreiche Initiativen entstanden, die dagegen vorgehen. Was es aber bisher nicht gab: Eine Anlaufstelle für Personen, die im Zentrum des Hasses stehen. Die Initiative HateAid will das ändern und Hass-Opfern Hilfe bieten. Im akuten Fall können Opfer nicht nur emotionale Unterstützung erhalten, sondern auch Hilfestellung um eigene Accounts vor Angriffen zu schützen. Opfer können auch juristische Hilfe in Anspruch nehmen, um gegen Drohungen und Beleidigungen vorzugehen. Zu den Nutzern von HateAid zählen Aktivisten, Politiker aber auch Journalisten.

"Wir brauchen gerade mehr und nicht weniger Rechtsdurchsetzung im Netz."
Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid

Zu den prominenteren Nutzern von HateAid gehört die Grünen-Politikerin Renate Künast. Gemeinsam mit HateAid legte sie vergangenen Monat Beschwerde gegen eine Entscheidung des Landgerichts Berlin ein. Das Gericht hatte die Klage von Renate Künast gegen Facebook wegen zahlreicher Beleidigungen im Netz abgelehnt.

"Der Beschluss des Landgerichts hat für große Verunsicherung unter Betroffenen gesorgt. Viele Menschen fragen uns jetzt in der Beratung, ob es überhaupt Sinn macht, sich rechtlich gegen Hass im Netz zu wehren. Diese Entwicklung ist besorgniserregend."
Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid

HateAid-Chefin Anna-Lena von Hodenberg ist zu Gast in dieser Ausgabe von unserem Medienmagazin und erklärt, wie sich Opfer von digitalen Hass-Attacken wehren können. Sie erklärt, warum Hass im Internet Menschen einschüchtern und mundtot machen will. Laut HateAid erodiert die Demokratie, wenn sich Menschen nicht mehr trauen, ihre Meinung zu sagen.

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