Warme Heizungsluft und seltener lüften – für unseren Reporter Henri Sarafov wird seine Hausstaubmilben-Allergie im Herbst und Winter besonders schlimm.

Husten, Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Schnupfen und Schlafstörungen – vor allem im Herbst und Winter leidet unser Reporter Henri Sarafov an diesen Symptomen. Das ist die Zeit, in der ihn seine Allergie gegen Hausstaubmilben besonders stresst.

Die winzig kleinen Spinnentierchen, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, schränken massiv Henris Lebensqualität ein – und das schon seit vier Jahren. Die Milben sind im Durchschnitt nicht größer als 0,2 Millimeter. Etwa 4.000 Tierchen leben in einem Gramm Staub.

Für Henri Saratov fühlt sich seine allergische Reaktion ähnlich an wie eine Erkältung. Die Nase ist meist zu, er musst oft niesen und sein Kopf ist schwer. Bettruhe – wie bei einer Erkältung empfohlen – bringt nicht so viel und macht es möglicherweise noch schlimmer. Denn das Bett ist sozusagen die Quelle des Bösen. Dort nisten bis zu anderthalb Millionen der Milben, die seine Allergie verursachen.

Milben-Kacke raubt Allergikern den Atem

Wieso eine Hausstaubmilben-Allergie besonders im Herbst und Winter stärker wird, hängt an mehreren Faktoren. Die Temperaturen sinken und wir stellen die Heizungen an und lüften auch seltener, damit es drinnen angenehm warm bleibt. Das führt dazu, dass sich die Luft in der Wohnung verändert: Es wird warm und trocken und die Luftfeuchtigkeit sinkt.

Schlechte Nachrichten für die Milben: Wenn es warm und trocken ist, sterben die meisten von ihnen ab. Die Körper der Milben zerfallen und der Kot trocknet und zerbröselt. Mit dem restlichen Staub wird er dann aufgewirbelt, sobald es Bewegung im Raum gibt. Deswegen reagieren Allergiker wie unser Reporter besonders in der kalten Jahreszeit stark auf Hausstaubmilben.

"Die Allergene kommen hauptsächlich im Kot der Milbe vor. Aber die kommen natürlich auch im Milbenkörper vor und das wird dann interessant, wenn die Milben absterben und die Körper zerfallen."
Anja Schwalfenberg, Biologin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund

Was tun, um die Hausstaubmilben in Schach zu halten?

Wenn Allergiker ihr Leiden lindern wollen, ist es vor allem wichtig, im Bett auf Hygiene zu achten. Die Biologin Anja Schwalfenberg empfiehlt die Anschaffung eines Allergenen Matratzenbezuges für alle Matratzen.

Sie rät, die Bettdecken regelmäßig zu waschen und die Bettwäsche mindestens alle vier bis sechs Wochen zu wechseln. Die Bettlaken, Kopfkissen- und Bettdeckenbezüge sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

"Als erste Maßnahme auf jeden Fall die Sanierung des Bettes, nämlich die Anschaffung eines allergenen Matratzenbezuges."
Anja Schwalfenberg, Biologin beim Deutschen Allergie- und Asthmabund

Für den Staubsauger empfiehlt die Biologin einen sogenannten "Hepa"-Filter. Der behält nämlich auch ganz winzige Teilchen wie Milben-Kot im Sauger und pustet sie nicht mit der heißen Luft wieder hinaus.

Staubsaugen, wischen, regelmäßig waschen

Regelmäßig staubzusaugen und den Boden anschließend feucht zu wischen, kann helfen, das Problem einzugrenzen. Neben dem Bett können die lästigen Milben aber auch in Kissen, Sofas, Stofftieren oder Vorhängen sein, deswegen sollten wir entweder auf antiallergene Materialien achten oder auch andere Gegenstände regelmäßig möglichst bei 60 Grad waschen.

Unser Reporter Henri Sarafov schlägt außerdem nach dem Schlafen die Decke zurück und lüftet direkt. Das sorgt dafür, dass die die Wärme und die Feuchtigkeit aus dem Bett gehen.