Unser Reporter Christian Schmitt hat Menschen getroffen, die Flüchtlingen dabei helfen, in Deutschland anzukommen.

Wir sehen Bilder von Flüchtlingen in der Zeitung, im Fernsehen. Wir hören hier im Radio die Schicksale der Menschen. Und mittlerweile ist es ganz real, nämlich dann, wenn wir merken, dass auch Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft leben. Es stellt sich dann schnell die Frage: Was kann ich tun?

"Julia hat einen Aufruf gestartet, wer denn noch Farbe hat oder Streichmaterial. Und dann haben sich gleich ganz viele Leute gemeldet."
Katja

Julia, Jessica und Katja aus Köln haben sich gedacht: Einfach mal vorbeigehen. Die drei haben ein Kölner Flüchtlingsheim besucht und wurden erst mal gar nicht so begeistert empfangen, weil zur Zeit viele Menschen vorbeikommen und sich engagieren wollen. Mit Sprachkursen, Freizeitangeboten - das gab es also schon.

Farbe, Pinsel, Abdeckfolie

Schließlich haben sie sich dann zusammen mit dem Personal doch noch eine sinnvolle Hilfe ausgedacht. Weil sie Architektur studieren, haben sie jetzt den Plan, die Wohnräume zu verschönern. Sie sind mittlerweile schon voll beschäftigt mit diesem Projekt. Im Internet haben sie einen Aufruf gestartet und um Farbe und Streichutensilien gebeten. Sie haben gleich viele Antworten erhalten und kommen gerade von der ersten Frau, die ihnen Farbe und Abdeckfolie gespendet hat.

"Ich finde es schon wichtig auch zu überlegen, was genau die Motivation ist, was möchte man eigentlich"

Wer selber keine Idee hat und sich vorher etwas genauer informieren will, was es für Möglichkeiten gibt, zu helfen - der erfährt das in Köln beispielsweise über die Freiwilligenagentur. Da geht das dann aber auch nicht so unmittelbar los wie bei Julia, Jessica und Lara. "Für die Projekte, die wir hier haben, haben wir dann einen Fragebogen, den man erstmal ausfüllt. Und da schreibt man erstmal was über sich, was eigentlich die Motivation ist, was man so mitbringt", erklärt Svenja Rikkert von der Freiwilligenagentur.