Für unsere Großeltern gab es nur einen Ort, der Heimat sein konnte. Bei uns ist das anders: Wir müssen unsere Heimat immer wieder neu erfinden.

Simone Egger ist Volkskundlerin und sie hat gerade ein Buch geschrieben: "Heimat - Wie wir unseren Sehnsuchtsort immer wieder neu erfinden". Simone Egger, Jahrgang 1979, hat sich gefragt, weshalb wir, die 25- bis 35-Jährigen, unsere Wohnzimmer mit Hirschgeweihen zieren, die Kochrezepte unserer Oma wiederbeleben und bisweilen Dirndl tragen.

Mobilität, Internationalität, Reisen, all das führt dazu, das wir uns nach etwas Bodenständigem wie einer Heimat sehnen. Genau diese Sehnsucht ist auch der Grund dafür, dass Dinge wie der eigene Kleingarten, Marmelade selbst einkochen und diverse Do-it-yourself-Projekte wieder hip sind. Dabei sind wir sind ständig auf der Suche nach neuen Heimaten.

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