Heute beginnt in Paris der Weltklimagipfel COP21. Das große Ziel: Eine neue Vereinbarung zum Klimaschutz soll verabschiedet werden - und damit endlich ein Nachfolger des Kyoto-Protokolls. Die Chancen stehen gut, dass diese Vereinbarung zustande kommt - ob sich damit der Klimawandel aufhalten lässt, ist allerdings eine andere Sache.

Mehr als 150 Staats- und Regierungschefs kommen am Montag zum Auftakt der Weltklimakonferenz in Paris zusammen. Es wird beraten, gefeilscht und gestritten - und am Ende steht dann hoffentlich ein historisches Abkommen, das dabei hilft, die globale Erwärmung zu begrenzen. Denn wir können noch so viele Car-Sharing-Apps herunterladen oder Biomärkte plündern - im großen Stil klappt das mit dem Kampf gegen den Klimawandel nur, wenn die Staaten der Erde die Sache endlich ernst nehmen. Also mehr erneuerbare Energien, keine Sonderregeln für Großkonzerne und die reichen Staaten dieser Welt müssen die ärmeren bei all dem unterstützen.

Bis dahin sind allerdings einige Hürden zu überwinden - auch für unseren Korrespondenten Georg Ehring, der es erst einmal ins Konferenzzentrum schaffen musste - bei allen Straßensperren und Sicherheitskontrollen in Paris. Die Stimme der Zivilgesellschaft ist bislang nicht so deutlich zu hören gewesen wie sonst, erzählt Georg Ehring. In Paris durfte nicht demonstriert werden. Im Konferenzzentrum selbst dürfen die Nichtregierungsorganisationen allerdings wieder mitmischen.

"Der Knackpunkt Nummer eins: Wie rechtsverbindlich einigt man sich darauf, die CO2-Emmissionen zu drosseln."
Georg Ehring

Die thematischen Knackpunkte der Verhandlungen: Wie rechtsverbindlich einigen sich die Politiker auf die Senkung des CO2-Ausstoßes, erklärt Georg Ehring. Und dann geht es natürlich ums Geld. Die Entwicklungsländer werfen den Industrieländern vor, den Klimawandel verursacht zu haben. Und jetzt wollen sie Hilfe, um die Folgen zu bewältigen. Und bei all dem stellt sich noch die Frage: Ein Industrieland, was ist das überhaupt? Deutschland, Frankreich, klar. Aber was ist mit China oder Saudi-Arabien, die offiziell noch zu den Entwicklungsländern gehören?

Was ist ein Industrieland?

Georg Ehring ist optimistisch, dass am Ende des Gipfels ein Vertrag steht, allerdings ist er eher skeptisch, dass er auch das Klima rettet. Trotzdem sei das Treffen in Paris sehr wichtig. Denn ohne verbindlichen Rechtsrahmen könne es nicht weitergehen.