• Abonnieren
  • Spotify
  • iTunes
  • Google
Wasser trinken, Luft anhalten oder doch an zehn glatzköpfige Männer denken? Es gibt viele Tricks, die Abhilfe bei Schluckauf schaffen sollen. Die einen mehr, die anderen weniger abwegig. Was tatsächlich gegen das nervige Hicksen hilft.

Hiccaway - so heißt der Spezial-Strohhalm eines Forschungsteams aus den USA gegen Schluckauf. Dieser hat ein Ventil am Ende, der das Trinken erschweren soll und so die Nerven aktiviert, die den Schluckauf verursachen.

Hauptsache: Entspannen!

Wer einen Schluckauf loswerden will, muss dafür aber nicht unbedingt Geld ausgeben. Ein Neurowissenschaftler, der den Strohhalm getestet hat, kommt nämlich zu dem Schluss: Es gibt sehr viele andere Techniken, einen Schluckauf loszuwerden.

Hauptsache ist dabei, das Zwerchfell zu entspannen. Denn: Ein Schluckauf ist nichts anderes als ein Krampf des Zwerchfells.

"Der Krampf kommt so schnell, dass sich im Kehlkopf die Stimmritze schlagartig verschließt und die eingeatmete Luft abprallt."
Martin Schütz, Deutschlandfunk Nova

Um den Schluckauf wieder loszuwerden, müssen wir das Zwerchfell also wieder entspannen. Das funktioniert tatsächlich durch Luft anhalten. Denn dadurch steigt das CO2 im Blut, das wird dem Gehirn gemeldet und das Zwerchfell beruhigt sich, erklärt Deutschlandunk-Nova-Reporter Martin Schütz.

Geheimtipp: Hecheln wie ein Hund

Veronika Langguth ist Atemtherapeutin und hat noch einen Geheimtipp: Hecheln wie ein Hund. Heißt also: Wenn der Schluckauf kommt, Zunge raus und Luft ausstoßen.

"Wer gerade in der Öffentlichkeit ist, kann auch andere Techniken anwenden. Grundsätzlich hilft alles, was ablenkt."
Veronika Langguth, Atemtherapeutin

Generell gilt: Ablenkung führt dazu, dass sich das Zwerchfell wieder entspannt.

Weitere Tipps

  • Auf den Rücken legen und die Beine an den Bauch ziehen. Das wirkt entkrampfend auf das Zwerchfell.
  • Mit kaltem Wasser gurgeln
  • Den Kehlkopf mit Eiswürfeln bestreichen

Denn: Kälte und Wasser reizen den Vagus-Nerv in der Rachenwand. Das ist der längste Hirn-Nerv des Körpers und verläuft bis zum Zwerchfell, erklärt unser Experte. Wird der Nerv stimuliert, kann der Reflex der den Schluckauf auslöst, unterbrochen werden. Deshalb klappt auch Erschrecken.