Bernd Kestler lebt in Japan und gründete nach dem Erdbeben das Hilfsprojekt "Knit for Japan". Jetzt hat er mithilfe vieler Japanerinnen die größte Decke der Welt gehäkelt.

Früher hat Bernd Kestler als Unternehmensberater in Japan gearbeitet. Er lebt zwar immer noch dort, lehrt jetzt aber stricken und häkeln an einer japanischen Volkshochschule. Als sich 2011 das Tohoku-Erdbeben ereignete, kam er auf die Idee Schals und Mützen für Bedürftige zu stricken. Daraus entstand dann die Idee für das Hilfsprojekt Knit for Japan. Jeder kann mitmachen und eine gestrickte Spende für die Erdbebenopfer beisteuern.

"Es sind noch viele Tausend Menschen in Tohoko, die leben immer noch in Übergangsbehausungen. Das Wetter oben im Norden Japans ist vergleichbar mit dem Winter in Deutschland - es wird also recht kalt."
Bernd Kestler, passionierter Handarbeiter

Die größte Decke der Welt

Von der Gründung des Hilfsprojekts bis zum Versuch, die größte Decke der Welt zu stricken, war es kein langer Weg. Mit vielen Helferinnen hat Bernd Kestler eine Decke gehäkelt, die 476,78 Quadratmeter groß ist.

"Eine Japanerin hat mal gesagt, ich hätte magisch Hände und eine andere Japanerin hat mal gesagt, ich hätte göttliche Hände. Das weiß ich allerdings nicht."
Bernd Kestler, Gründer des Hilfsprojekts Knit for Japan

Die größte, bei Guiness World Records registrierte, Decke hat einen Umfang von rund 300 Quadratmetern. Kestler hofft nun darauf, dass sein offizieller Versuch den bisherigen Rekord bricht.

Strick-Tutorial von Bernd Kestler