Wie sich elektromagnetische Stimulation, die von außen auf das Gehirn wirkt, auf unsere Leistung beim Rechnen auswirkt, haben britische Forschende untersucht.

Die transkranielle Magnetstimulation ist eine Technik, bei der man von außen eine Magnetspule auf den Kopf legt und dadurch im Gehirn elektromagnetische Felder erzeugt. Es ist schon länger bekannt, dass damit die Aktivität von bestimmten Regionen im Gehirn verändert werden kann.

"Man muss sich das so vorstellen, dass man eine elektromagnetische Spule auf den Kopf legt. Von der Form her ist das so wie eine Bratpfanne. Die erzeugt dann elektromagnetische Felder im Gehirn."
Henning Beck, Neurowissenschaftler

Die Stimulation kann unterschiedliche Dinge zur Folge haben: Beispielsweise, dass man sich besser an Dinge erinnern kann, oder auch, dass man kreativer ist oder bestimmte Erinnerungen überschrieben werden.

Effekt besonders deutlich, wenn stimulierte Hirnregionen vorab wenig erregt waren

Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, ob diese Technik auch die Rechenfähigkeiten verbessert. Tatsächlich haben Forschende festgestellt, dass sich die elektromagnetische Stimulation positiv auf die Rechenleistung auswirkt.

Besonders deutlich war der Effekt, wenn die stimulierten Hirnregionen zuvor nicht zu aktiv, also erregt waren, erklärt der Neurowissenschaftler Henning Beck.

Das heißt, je niedriger das neuronale Erregungsmuster beim Lösen von Matheaufgaben war, desto stärker verbesserte die Stimulation die Hirnaktivität.

"Da erforscht man jetzt: Kann man Menschen ganz gezielt von außen solche Fähigkeiten 'reinbruzeln', sage ich jetzt mal."
Henning Beck, Neurowissenschaftler