Vor 45 Jahren trat Großbritannien der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei. Es folgten vier Jahrzehnte, in denen die Briten durch Sonderwege und Alleingänge auffielen. 

Am 22. Januar 1972 gab Großbritanniens damaliger Premierminister Edward Heath anlässlich des Beitritts in Brüssel eine Erklärung ab. Am 1. Januar 1973 traten dann Dänemark, Irland und Großbritannien der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft bei. Im Januar 2017 erklärt die heutige Premierministerin Theresa May den Austritt aus der mittlerweile zur EU gewandelten europäischen Gemeinschaft. 

Das Referendum am 23. Juni 2016 über den Brexit war eindeutig. Seitdem wird der Austritt vorbereitet. Zwischen Bei- und Austritt liegen vier Jahrzehnte einer von manchen Europapolitikern als mühsam und schwierig empfundenen britischen EU-Mitgliedschaft. 

Gewachsene Ablehnung

Denn das europäische Regelwerk, die "Brüsseler Vorgaben" und der mit hohen finanziellen Aufwendungen verbundene Versuch, gleiche Lebensverhältnisse für alle Menschen in Europa zu schaffen, stieß im Vereinigten Königreich mehr und mehr auf Ablehnung.    

Was ihr noch in Eine Stunde History hört:

  • Franz Josef Brüggmeier von der Universität Freiburg erläutert die Gründe der britischen Regierungen in den 50er und 60er Jahren, nicht der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beizutreten.
  • Hans-Dieter Lucas hat sich mit den Argumenten Frankreichs beschäftigt, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegen einen Beitritt Großbritanniens zur EWG sprachen.
  • Der Korrespondent des Deutschlandfunks in London, Friedbert Meurer, schildert den aktuellen Stand der Brexit-Diskussionen im Vereinigten Königreich.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld über das europäisch-britische Verhältnis vor dem Beitritt Großbritanniens zur EWG.