Viele Menschen werden einsam, wenn sie nur von zu Hause arbeiten. Eine gute Lösung ist dann die Kombination aus Arbeit in den eigenen vier Wänden und Arbeitstagen im Büro.

Ellen Ewen hat verschiedene Jobs. Als Ernährungswissenschaftlerin arbeitet sie hin und wieder in der Gesundheitsförderung, vorwiegend aber in der Marktforschung. Sie erstellt Präsentationen oder analysiert Interviews. Alles von zu Hause aus. Ihr Arbeitsplatz ist der Küchentisch, bestückt mit Laptop und Telefon.

Gefahr der sozialen Isolation

Sie arbeitet seit zwei Jahren selbstständig, unterbrochen von kurzen Phasen der Festanstellung. Am Homeoffice liebt sie die die absolute Planungsfreiheit, die ihr erlaubt, Termine so zu legen, dass auch mal ein langes Wochenende möglich wird. Auf der anderen Seite kommt sie sehr oft in die Situation Überstunden machen zu müssen, um die anstehende Arbeit bewältigen zu können. Am meisten macht Ellen Ewen aber die soziale Abgeschiedenheit zu schaffen.

"Man braucht Austausch, damit man nicht total im Aufstehen, Hinsetzen, Arbeiten und Schlafen gehen gefangen ist.“
Ellen Ewen

Das ständige Arbeiten ohne einen Kollegen zu Gesicht zu bekommen, macht sie einsam und fördert negative Gedanken, sagt sie. Im Vergleich zu einer früheren Festanstellung hat sie außerdem das Gefühl, nicht mehr so sehr gefordert zu werden und nichts neues zu lernen, weil niemand da ist, der ihr etwas beibringen kann. Deswegen hat sich Ellen in Zukunft für eine Kombination aus Homeoffice und einer Festanstellung in Teilzeit im Büro entschieden.