Im Homeoffice können wir den ganzen Tag in der Jogginghose oder im Pyjama rumhängen. Merkt ja eh keiner. Aber: Wenn wir uns ein bisschen Mühe mit unserem Aussehen geben, dann kann sich das positiv auf unsere Motivation und auf unsere Arbeit auswirken.

Der Modeblog Manrepeller hat in diesen Homeoffice-Wochen auf Twitter den Hashtag #goingnowherebutfuckitimgettingdressed ins Leben gerufen und viele Menschen dazu animiert, ihre Jogginghose gegen ein echtes Outfit auszutauschen.

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Der Berliner Psychotherapeut und Buchautor Wolfgang Krüger findet das genau richtig. Er sagt, wenn wir uns weiterhin um unser Äußeres kümmern und bestimmte Rituale pflegen, dann stabilisiert uns das in diesen unruhigen Zeiten.

"Ich muss schauen, dass ich nicht zu sehr rumschlunze. Dass ich das Leben nicht zu sehr vereinfache, weil alle äußeren Rituale, ob ich mich kämme, mich rasiere – all das stabilisiert mich."
Wolfgang Krüger, Psychotherapeut

Das sei wichtig für unsere Psyche, denn so ganz ohne Struktur können sich schnell Ängste oder sogar Panikattacken entwickeln. Auch den Wecker zu stellen, obwohl kein fixer Termin ansteht, sei nicht das Schlechteste, sagt der Psychotherapeut. Im Prinzip bestätigt Krüger das, was Karl Lagerfeld mal über Jogginghosen gesagt hat: Wer sie trage, habe die Kontrolle über sein Leben verloren.

Zwei Tage Schlabberlook sind okay

Aber Wolfgang Krüger ist da nicht ganz so streng wie der Modekaiser. Er sagt: Wir sollten es halt nicht übertreiben. Und zwei Tage in Jogginghose oder Schlabberlook seien okay. "Aber die restlichen fünf Tage stehen Sie immer zur gleichen Zeit auf: Frühstücken Sie! Ziehen sie sich vernünftig an, so als ob jederzeit der Chef gucken könnte."

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Wolfgang Krüger gefällt auch die Idee, sich Zuhause gelegentlich so richtig aufzubrezeln. So, wie das der Modeblog Manrepeller vorgeschlagen hat. Weil uns das aus dem Alltag raushole, Spaß mache und uns zum Lachen bringe. Und das kann in diesen Kontakt-armen Tagen ja auch mal ganz gut tun.

"Das kann komisch sein, das kann mich zum Lachen bringen. Und wo ich das ich das Gefühl habe: Das Leben kann richtig schön sein."
Wolfgang Krüger, Psychotherapeut

Übrigens, hier noch ein Tipp für die zwei Tage in Jogginghose: Bakterien und Gerüche lassen sich nämlich sehr gewebeschonend - auch ohne Wäsche - aus der Hose entfernen. Einfach über Nacht in einer Plastiktüte ins Gefrierfach legen. Am nächsten Morgen ist die Hose quasi wie frisch gewaschen und fertig für die nächste Runde.